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Embodied Communication: Internationale Tagung an der RUB

14.03.2014

Menschen begegnen sich meist körperlich beim Kommunizieren. Dabei nutzen sie Gesten, um sich auszudrücken, und sie beobachten Gesten, um andere zu verstehen. Maschinen sind – noch – nicht so weit, aber die Entwicklung künstlicher kognitiver Systeme schreitet voran. Einen fachübergreifenden Überblick zum Stand der Forschung gibt die internationale Tagung „Embodied Communication“ am 19. und 20. März in der RUB (Gebäude ID).

Aus dem Studium der Körperlichkeit lernen

Die Tagung des europäischen Netzwerks „EU Cognition“ bringt Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen zusammen. Das Ziel ist es, aus dem Studium der Körperlichkeit menschlicher Kommunikation zu lernen, wie man künstliche kognitive Systeme zur Kommunikation mit Menschen befähigen kann. Veranstaltet wird die Tagung vom Institut für Neuroinformatik der RUB (Prof. Dr. Gregor Schöner).

Sprache, Signale, Umwelt, Erlebtes

Wir Menschen kommunizieren nahezu ständig und nutzen dabei natürlich Sprache. Das wissenschaftliche Studium von Sprache steht im Zentrum zahlreicher Disziplinen in den Geisteswissenschaften wie auch der Psychologie und der Computerlinguistik. Es gehört aber mehr zur Kommunikation als nur die Sprache.

In der Begegnung von Menschen steuern subtile körperliche Signale zum Beispiel, wann wer spricht oder den Anderen unterbrechen darf. Sehr oft stützt sich Kommunikation auch auf eine gemeinsame Umwelt, in die man physisch eingebettet ist, oder auf gemeinsam Erlebtes. Indem Wissenschaftler diese Körperlichkeit in das Verständnis menschlichen Kommunikationsverhaltens einbeziehen, ist der Blick interdisziplinärer geworden.

Von der Entwicklungspsychologie bis zur Robotik

Entwicklungspsychologen untersuchen, wie Kinder aus dem gemeinsamen Erleben mit Sprechern Worte und Konstruktionen lernen. Kognitive Wissenschaftler entwickeln Theorien, die zur syntaktischen Struktur von Sprache auch deren Anbindung an die Wahrnehmung und an das menschliche Handeln untersuchen.

Und Informatiker und Robotiker bauen kognitive Systeme, die autonom Sprache aus ihrer künstlichen Wahrnehmung erzeugen können oder, umgekehrt, sprachliche Kommunikation durch ihre eigene Wahrnehmung oder durch Handeln interpretieren können. Die Bochumer Tagung bietet Forschern aus diesen und weiteren Disziplinen eine Plattform zum gemeinsamen Austausch.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Gregor Schöner, Institut für Neuroinformatik der RUB, Tel. 0234/32-27965, gregor.schoener@ini.rub.de

Redaktion: Jens Wylkop

Weitere Informationen:

http://www.eucognition.org/2014-fifth-eucogiii-members-conference - Tagung „Embodied Communication“ - Programm und weitere Informationen

Jens Wylkop | idw

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