Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ecofruit: Trend zu mehr Biodiversität in Sortenzüchtung für Bio-Obstbau

14.02.2018

19. – 21. Feb. 2018 ab 10:00 Uhr: Europas größte Konferenz für Bio-Obstbau / Universität Hohenheim, Schloss Hohenheim, Aula, 70599 Stuttgart

Von der Grundlagenforschung bis zu aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätzen im biologischen Obstanbau spannt sich der inhaltliche Bogen der 18. Internationalen Konferenz für Bio-Obstanbau an der Universität Hohenheim in Stuttgart.


Zu den Schwerpunkten gehören Themen wie Züchtung, Sortenvielfalt, Krankheits- und Schädlingsregulierung, Förderung der Biodiversität und nationale Besonderheiten in den Herkunftsländern der 120 Teilnehmer. Die Tagung mit einem 16-köpfigen Organisationskomittee aus acht Ländern wird besucht von Wissenschaftlern und Praxisvertretern aus rund 15 Ländern in Europa, sowie Teilnehmern aus Nordamerika, Asien und China. Infos zum Programm unter www.ecofruit.net.

Vor allem in der Züchtung erlebt der Bio-Obstbau derzeit einen Paradigmenwechsel: Im Zentrum stehen neue Züchtungsansätze, die Bio-Obst anhaltend robust gegenüber Krankheiten, Schädlinge oder Temperaturschwankungen machen.

„Gerade für den Bio-Obstbau waren Sorten mit Resistenzen gegen Schädlinge und Krankheiten immer sehr wichtig. Bislang waren für diese Resistenzen dann aber nur ein bis wenige Gene verantwortlich. Das hatte zur Folge, dass Krankheitserreger diese Resistenzgene schnell überwanden und wieder weiter gezüchtet werden musste. Hinzu kommt, dass die heutigen Obstsorten meist eng miteinander verwandt sind, was Schädlingen die Ausbreitung wesentlich erleichtert“, erklärt Jutta Kienzle von der Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau e.V., die die kommende Ecofruit zusammen mit der Universität Hohenheim, dem Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee, dem Versuchszentrum Laimburg und der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg veranstaltet.

Dazu gibt es jetzt vermehrt Züchtung, die auf die Bedürfnisse des Öko-Obstbaus abgestimmt ist und auch von den Akteuren aus diesem Bereich getragen wird. Diese Züchtung weitet die Vielfalt der Sorten aus, die als Ausgangsbasis für robuste Neuzüchtungen dienen. Vermehrt wird dazu auch die Vielfalt der alten Sorten genutzt. „Der neue Grundgedanke ist Biodiversität: Eine Robustheit, die auf breiter genetischer Basis verankert wird, ist in der Züchtung aufwändiger, wird aber auch nicht so leicht überwunden und wirkt nachhaltiger“, so Kienzle, „ sie lebt länger als eine monogene Resistenz.“

In der kommenden Ecofruit nimmt deshalb die Züchtung mit ihren neuen Ansätzen einen besonders breiten Raum ein. Auch ein Projekt aus Baden-Württemberg, in dem die LVWO Weinsberg, das KOB Bavendorf und die Universität Hohenheim involviert sind, wird dort vorgestellt. Weitere Themen sind die Regulierung von Krankheiten und Schädlingen an Kern-, Stein- und Beerenobst, die Förderung von Nützlingen und der Biodiversität, die Lagerhaltung, die Förderung der Bodengesundheit und das Nährstoffmanagement sowie die Erfahrungen mit biotauglichen Sorten im Anbau. Die Konferenzsprache ist Englisch.

HINTERGRUND: Ecofruit

Die Ecofruit ist die größte internationale wissenschaftliche Konferenz zum Ökologischen Obstbau in Europa. Sie zieht auch zunehmend Teilnehmer aus dem außereuropäischen Raum an. Veranstalter sind die Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau e.V. und die Universität Hohenheim zusammen mit dem Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee, dem Versuchszentrum Laimburg und der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg. Schirmherrin ist die IFOAM-Eu-Group, (die Europa-Gruppe der Internationalen Foundation of Organic Agricultural Movement). Unterstützt wird die Tagung durch das Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

Zur Tagung liegt ein Tagungsband mit den Zusammenfassungen der Vorträge und Poster vor.

Weitere Informationen:
Ecofruit: http://www.ecofruit.net/

Kontakt für Medien:
Dr. agr. Sabine Zikeli, Universität Hohenheim, Koordination für ökologischen Landbau und Verbraucherschutz, T 0711 459-23248, E zikeli@uni-hohenheim.de

Zu den Pressemitteilungen der Universität Hohenheim
https://www.uni-hohenheim.de/presse

Text: Klebs

Florian Klebs | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von festen Körpern und Philosophen
23.02.2018 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

nachricht Spannungsfeld Elektromobilität
23.02.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics