Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DNA-Barcode lässt Etikettenschwindel auffliegen

28.11.2011
Bestimmungstechnik boomt bei staatlichen und privaten Anwendern

Die exakte Bestimmung von Lebewesen mittels DNA hat den endgültigen Durchbruch geschafft. Das sogenannte "DNA-Barcoding", bei dem die Genstränge einer winzigen Gewebeprobe mit stets wachsenden DNA-Katalogen aller bekannten Arten verglichen werden, boomt dank der raschen technischen Entwicklung mit ähnlicher Geschwindigkeit wie die Internet-Start-Ups. Die bisher größte Konferenz zum Thema http://dnabarcodes2011.org startet heute, Montag, im australischen Adelaide.

Enormes Potenzial

"Bisher war Barcoding bloß eine Demonstration an Unis und Forschungseinrichtungen. 2011 erfolgte jedoch der endgültige Startschuss für die Anwendung in der Praxis", berichtet Jesse Ausubel, Vorsitzender der Initiative International Barcode of Live (iBOL) http://ibol.org , im pressetext-Interview. Als ein Pionier gilt die US-Lebensmittelüberwachung FDA, die seit kurzem Meeresprodukte im Handel und in Restaurants mittels DNA-Barcoding überprüft. Die EU fördert indes große Quarantäne-Projekte, die dabei helfen sollen, die Ausbreitung invasiver Tier- und Pflanzenarten etwa in Zollämtern in Schach zu halten.

Das Potenzial des Barcodings ist enorm: Von der Enttarnung von Etikettenschwindel bei Nahrung, pflanzlichen Arzneien, Tees oder Pilzen bis zur Kontrolle von für Wälder oder die Landwirtschaft gefährlichen Pflanzenkrankheiten reichen die Einsatzmöglichkeiten, vom Schutz vor illegalem Wildfleischhandel bis hin zur Bienenkontrolle. Berechtigte Hoffnung gibt es auch für die biologische Forschung: Uralt-Bodenproben aus dem Permafrost zeigen durch die DNA-Analyse die Tier- und Pflanzenwelt vergangener Epochen an. An Tierexkrementen angewandt, zeigt die Technik ganze Nahrungszyklen - also, wer wen frisst.

DNA-Bestimmung für jeden

Für die nahe Zukunft erwarten die Experten eine enorme Verbreitung der Methode, zumal die Technik immer schneller - derzeit dauert die Bestimmung zwölf Stunden - und verlässlicher wird und der Preis von aktuell zehn bis 75 Dollar weiter sinkt. "Auch Händler, Supermärkte und Restaurantbesitzer dürften sich dafür interessieren. Dafür spricht, dass bereits ein Drittel der Konferenzteilnehmer aus Privatunternehmen, NGOs, Regierungen und dem Konsumentenschutz kommen", erklärt Konferenzorganisator David Schindler, Vorsitzender von "Barcode of Life" http://barcodeoflife.org , gegenüber pressetext. In Reichweite sind selbst tragbare, Smartphone-kompatible Bestimmungsgeräte.

Johannes Pernsteiner | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://dnabarcodes2011.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru
28.04.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

nachricht 123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen
27.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Infrarotkamera für die Metallindustrie bis 2000 °C

28.04.2017 | Messenachrichten

Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren

28.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten