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Die Erde verstehen und mit ihr leben: Geophysiker präsentieren Forschungsergebnisse in Karlsruhe

04.03.2014

Zu den aktuellen Fragen der Forschung in den Geowissenschaften gehören das Aufbrechen der Kontinente, die Erforschung der Massenverteilung und -transporte im System Erde, die Erkundung von Rohstoffen sowie die umweltfreundliche Nutzung geothermischer Energie.

Diese und weitere Themen stehen im Fokus der 74. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) vom 10. bis 13. März am Karlsruher Institut für Technologie KIT. Dazu erwartet das Geophysikalische Institut des KIT rund 500 wissenschaftliche Gäste, um über theoretische und angewandte Aspekte der geophysikalischen Erdsystemforschung zu diskutieren.

Neue methodische Ansätze zur seismischen Erkundung und zur Untersuchung des Schwerefeldes der Erde bilden zwei der Themenschwerpunkte und werden ergänzt durch aktuelle Studien zur Energiegewinnung aus Geothermie. Geothermische Energie soll zukünftig als umweltfreundliche CO2-arme Alternative zur Grundlastversorgung gewonnen werden, vor deren effektiver Nutzung noch eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen sind.

Neue bahnbrechende seismische Erkundungsverfahren basieren zunehmend auf Simulationsverfahren auf Hochleistungsrechnern wie die Wellenform-Inversion, die von der Grundwassererkundung bis zur Erdbebenseismologie zukünftig eine zentrale Rolle spielen wird. Ein weiteres Schwerpunktthema befasst sich mit plattentektonischen Prozessen, die von lokaler und regionaler Relevanz sind:

Karlsruhe liegt im Oberrheingraben, einer tiefreichenden Bruchstruktur, an welcher die europäische Erdplatte vor knapp 50 Millionen Jahren zerbrach und wo noch immer verspürbare Erdbeben auftreten.

Die Eröffnungsveranstaltung wird am Montag, den 10. März 2014, um 14 Uhr im Gerthsen Hörsaal des KIT stattfinden. Dabei wird die DGG ihre höchste Auszeichnung, die Emil Wiechert Medaille für herausragende wissenschaftliche Leistungen an Professor Dr. Rainer Kind aus Potsdam verleihen. Anschließend wird Michael Sailer, Sprecher der Geschäftsführung des Öko Instituts e.V. in Darmstadt den Eröffnungsvortrag über „Endlagersuche für Nuklearabfälle – eine Herausforderung für Wissenschaft und Gesellschaft“ halten.

Den öffentlichen Abendvortrag zu dem Thema: „Vulkan-Magmasysteme: die Sicht der Wissenschaft und die der Öffentlichkeit“ wird der renommierte Vulkanologe Professor Dr. Hans-Ulrich Schmincke am Mittwoch, den 12. März 2014 halten. Dieser Vortrag richtet sich an interessierte Gäste und findet um 20 Uhr ebenfalls im Gerthsen Hörsaal statt; der Eintritt ist frei.

Im Rahmen der Tagung präsentieren sich 19 überwiegend international tätige Firmen den Studierenden und wissenschaftlichen Gästen. Die Eröffnung der Firmenausstellung erfolgt am Montag, den 10. März 2014 um 17 Uhr.

Im Anschluss an die diesjährige DGG-Jahrestagung wird am Freitag, den 14. März 2014 ein gemeinsamer Workshop von DGG und der European Association of Geoscientists and Engineers (EAGE) zum Thema "Microseismic Monitoring" stattfinden. Während des Workshops werden aktuelle Vorträge zu den Themen Lokalisierungs- und Netzwerksoptimierung sowie Gefährdungsvermeidung präsentiert werden.

Ansprechpartner für Rückfragen:
Prof. Dr. Heidrun Kopp, DGG-Komitee Öffentlichkeitsarbeit (Tel. 0431/ 600-2334, E-Mail: hkopp@geomar.de)
Prof. Dr. Thomas Bohlen, Geophysikalisches Institut, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) (Tel. 0721 / 608-44416, E-Mail: thomas.bohlen@kit.edu).

Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft (DGG) wurde 1922 von einer Gruppe von Wissenschaftlern um den Seismologen Emil Wiechert in Leipzig gegründet. Sie hat heute nahezu 1.200 Mitglieder in über 30 Ländern weltweit.

Eine gemeinsame Pressemitteilung der DGG und des KIT.

Weitere Informationen:

http://www.dgg-2014.de - Internetseite der Tagung und ausführliches Programm
http://www.dgg-online.de - Deutsche Geophysikalische Gesellschaft
http://www.gpi.kit.de - Geophysikalisches Institut am Karlsruher Institut für Technologie
http://www.eage.org/events/index.php?eventid=1133 - EAGE/DGG Workshop

Prof. Dr. Heidrun Kopp | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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