Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chirurgenkongress 2011: Transplantation von Zellen, Geweben und Organen

29.04.2011
Organe, Gewebe und Zellen für Transplantationen sind knapp in Deutschland. Die Fortschritte in der Transplantationsmedizin in den letzten Jahren erhöhen den Bedarf weiter: Heute können mehrere Organe gleichzeitig, Hände oder Arme und Zellverbände für Gelenkersatz erfolgreich transplantiert werden. Lösungen für das Problem Organknappheit und neue Operationstechniken diskutieren Chirurgen aller Fachrichtungen am 128. Chirurgenkongresses vom 3. bis 6. Mai 2011 in München.

Trotz aller Fortschritte sind die Möglichkeiten der Transplantationsmedizin insbesondere durch zwei Faktoren limitiert: Es gibt mehr Wartende als Spender und der menschliche Körper wehrt sich gegen fremdes Gewebe.

„Immunologische Toleranz: Ein ewiger Traum“, „Xenotransplantation kurz vor dem Durchbruch“, „Wird die Herztransplantation durch das Kunstherz überflüssig?“ und „Lebendspende als Ausweg aus der Organknappheit“ sind deshalb die Themen der Abschlussveranstaltung zum Thementag Transplantation von Zellen, Geweben und Organen beim diesjährigen Chirurgenkongress. Unter der Frage „Wo steht die Transplantation in 10 Jahren?“ diskutieren Experten über aktuelle Entwicklungen und wie diese zukünftig lange Wartezeiten bei Betroffenen verhindern können.

Eine weitere Alternative zur herkömmlichen Organspende kommt aus der Regenerativen Medizin: Patienteneigene Stammzellen werden für die Züchtung von Organen oder Gewebe verwendet. Damit diese „wachsen“ und nach der Implantierung funktionieren, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Eine davon ist, aus den adulten Stammzellen des Patienten sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen (ipS) zu gewinnen. Diese weisen ähnliche Eigenschaften wie embryonale Stammzellen auf, ohne dass für ihre Erzeugung menschliche Embryonen zerstört werden. Über diesen Ansatz berichtet Kongresspräsident Professor Dr. med. Axel Haverich im Vortrag „Regenerative Medizin: Ich züchte mein Organ selbst“.

Die Thementage mit insgesamt vier Schwerpunkten sind neu im wissenschaftlichen Programm des 128. Chirurgenkongresses. Zu den Themen „Chirurgische Infektionen“, „Transplantation von Zellen, Geweben und Organen“, „Chirurgische Intensivmedizin“ sowie „Notfallmedizin/Katastrophenmanagement“ gibt es ganztägig Vortragsveranstaltungen mit abschließender Podiumsdiskussion. Das Programm gestaltet die DGCH gemeinsam mit den zehn Fachgesellschaften der Viszeral-, Unfall-, Gefäß-, Kinder-, Herz-, Thorax-, Neuro-, Kiefer- und plastischen Chirurgie sowie den Orthopäden. Posterpräsentationen, eine Industrieausstellung und Fortbildungskurse ergänzen das Fortbildungsangebot für Chirurgen aller Fachrichtungen.

Terminhinweise:
Pressekonferenz
Transplantation von Zellen, Geweben und Organen
Donnerstag, 4. Mai 2011, 11.30-12.30 Uhr, Raum 22b, ICM München
Thementag
Transplantation von Zellen, Geweben und Organen
Mittwoch, 4. Mai 2011, 8.30-17.30 Uhr, Saal 14b, ICM München
u.a. mit den Vorträgen:
Regenerative Medizin: Ich züchte mein Organ selbst
9.45-10.00 Uhr
Wo steht die Transplantation in 10 Jahren
mit anschließender Podiumsdiskussion
16.00-17.30 Uhr
Kontakt für Journalisten / zur Akkreditierung:
Beate Schweizer, Christine Schoner
Pressestelle DGCH, Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-295 /-573, Fax: 0711 8931-167
E-Mail: Schweizer@medizinkommunikation.org, schoner@medizinkommunikation.org

Beate Schweizer | idw
Weitere Informationen:
http://www.chirurgie2011.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

nachricht Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen
01.12.2016 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie