Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Big Data: Die Nadel im Datenhaufen finden

17.09.2013
Genau wie im täglichen Leben steigt auch in der Wissenschaft die Menge der Daten rasant an. Durch Experimente und Simulationen entstehen gewaltige Datenmengen.

Aus diesem Kapital gewinnen die Forscher dank ausgefeilter Analysewerkzeuge neue Erkenntnisse. Die weltweit führenden Experten treffen sich am 24. September 2013 zum zweiten internationalen Symposium „The Challenge of Big Data in Science“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

„Datenanalyse hat sich neben Theorie, Experiment und Simulation längst als vierter Grundpfeiler der Wissenschaft etabliert”, sagt Prof. Achim Streit, Direktor am Steinbuch Centre for Computing (SCC) des KIT. Spitzenforschung in der Teilchenphysik, in der Erdbebenforschung, in der Biotechnologie, aber auch in den Geisteswissenschaften ist ohne die Arbeit in großen Datenbeständen nicht mehr durchzuführen.

„Die Entdeckung des Higgs-Teilchens, zu dem das KIT mit GridKa maßgeblich beigetragen hat, ist nur die Speerspitze der Entwicklung“. Rund 25 Petabyte, die Datenmenge, die auf 5 Millionen DVDs passt, werden bei GridKa, dem deutschen Rechen- und Datenzentrum für den Beschleunigerring LHC am CERN, gespeichert und stetig analysiert.

Die Erfahrung im Umgang mit großen Datenmengen, mit „Big Data“, wird am KIT im Projekt “Large Scale Data Management and Analysis” (LSDMA) konzentriert. „Damit die Suche nach Zusammenhängen und wissenschaftlichen Erkenntnissen in großen und komplexen Datenbeständen nicht zur sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen wird, werden leistungsfähige Softwarewerkzeuge entwickelt“, führt Dr. Christopher Jung, LSDMA-Projektleiter, aus. „Das Symposium spiegelt mit Vortragenden aus den Natur- und Geisteswissenschaften, aber auch von Firmen wie Google die verschiedenen Facetten des Themas wider.“

Symposium „The Challenge of Big Data in Science“
Dienstag, 24. September 2013, um 9:00 Uhr,
Aula des FTU am KIT-Campus Nord,
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Zu den Vortragenden der eintägigen Veranstaltung gehören:
Beth Plale, Indiana University, wirft ein Schlaglicht auf die Zukunftstrends Big Data und Open Access und deren mögliche Symbiose.

Sayeed Choudhury, Johns Hopkins University, zieht ein Resüme über 10 Jahre Datenpflege bei wissenschaftlichen Großprojekten wie dem Sloan Digital Sky Survey.

Alexander Hall, Google, erklärt, mit welchen Algorithmen es möglich ist, Billionen Datensätze effizient zu analysieren.

Das vollständige Programm finden Sie unter:
http://www.helmholtz-lsdma.de/Symposium2013
Weiterer Kontakt:
Kosta Schinarakis, PKM – Themenscout,
Tel.: +49 721 608 41956, Fax: +49 721 608 43658, E-Mail: schinarakis@kit.edu
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter knapp 6000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24 000 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu
http://www.helmholtz-lsdma.de/Symposium2013

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie