Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Orthopädie und Unfallchirurgie: Wie sicher sind Kinder im Straßenverkehr?

26.10.2007
Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie
24. bis 27. Oktober 2007, Internationales Congress Center Berlin (ICC),

Obgleich die Zahl der im Straßenverkehr tödlich verletzten Kinder ähnlich wie bei erwachsenen Unfallopfern kontinuierlich zurückgeht, sind die absoluten Zahlen kindlicher Verkehrsunfallopfer nach wie vor zu hoch. Aus Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Traumaregisters der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) können Hinweise zu Unfallart und -schwere sowie den Ursachen entnommen werden, damit durch gezielte Maßnahmen zur Unfallprävention die Zahl verletzter Kinder weiter verringert werden kann.

"Unfälle von Kindern und Jugendlichen mit dem Fahrrad oder als Fußgänger sind meist keine Zufälle, sondern häufig das Ergebnis verschiedener persönlicher Faktoren, die hier zusammenkommen", erläutert Professor Dr. med. Hans Zwipp, Direktor der Klinik und Polyklinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden. Nur bei etwa zehn Prozent der Unfälle liege ein Fremdverschulden vor, so Zwipp. Zusammen mit seinem Team hat er 3645 Unfälle von Kindern und Jugendlichen analysiert, die in der chirurgischen Notaufnahme der Dresdner Universitätsklinik registriert wurden.

Dazu wurden Eltern und Kinder befragt; darüber hinaus führten die Ärzte mit 129 jungen Unfallopfern Einzelinterviews und psychologische Tests durch. "Kinder und Jugendliche, die von ihren Eltern als risikobereit oder sehr selbständig beschrieben wurden, erlitten signifikant mehr behandlungsbedürftige Unfälle als solche mit geringerer Risikobereitschaft" erläutert Zwipp im Umfeld des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin.

... mehr zu:
»ICC »Orthopädie »Unfallchirurgie

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2006 bundesweit 43398 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren im Straßenverkehr verletzt; 136 Mädchen und Jungen kamen dabei ums Leben. Während Kinder unter sechs Jahren vorwiegend bei PKW-Unfällen, weniger häufig als Fußgänger oder Radfahrer verletzt wurden, ändert sich dies bei sechs bis zehnjährigen, indem die genannten drei Unfallkonstellationen in etwa gleich häufig festzustellen sind. Bei Kindern und Jugendlichen über zehn Jahren steht der Fahrradunfall mit mehr als 50 Prozent der erfassten Verletzungen weit im Vordergrund.

Um die - nach wie vor hohen, aber seit Jahren rückläufigen - Zahlen weiter zu senken, müsste nach Meinung von Professor Dr. med. Kuno Weise, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), eine regelmäßige und frühzeitig einsetzende Verkehrserziehung stattfinden, um Kinder in der Erkennung möglicher Gefahren zu schulen. Kinder mit erhöhtem Risikoprofil müssten zur Senkung der Unfallzahlen fallweise speziellen Tests unterzogen werden. Darüber hinaus sind auch an sich selbstverständliche passive Maßnahmen zur Unfallprävention wie das Anschnallen im Auto, die Auswahl eines geeigneten Kindersitzes und das Radfahren mit Helm, bei Eltern wie bei Kindern regelmäßig in Erinnerung zu bringen.

TERMINHINWEISE:

* Pressekonferenz, Mittwoch, 24.10.2007
11.00-12.00Uhr, ICC Lounge, ICC Berlin
* Kongress-Pressekonferenz, Donnerstag, 25.10.2007
11.00-12.00 Uhr, ICC, Berlin, ICC-Lounge
* Kongress-Pressekonferenz, Freitag, 26.10.2007
11.00-12.00, ICC Berlin, ICC-Lounge
Der Zugang zum ICC für Journalisten erfolgt über den ICC Haupteingang. Dieser wird ausschließlich für Vertreter der Medien geöffnet. Denn dies ist der kürzeste Weg zum Pressebüro. Dort erhalten Sie die Pressekarten, die Ihnen den Zutritt zu allen Veranstaltungen ermöglichen. Der Einlass erfolgt a) über einen gültigen Presseausweis oder b) ein Bestätigungsschreiben Ihrer Redaktion oder c) ein Bestätigungsschreiben der Pressestelle des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie. (Der reguläre Kongress-Eingang erfolgt über Halle 17)
Das Pressebüro im ICC Berlin (Raum 42) ist für Sie geöffnet:
Mittwoch 24.10.2007: 08:30 - 18:00 Uhr
Donnerstag 25.10.2007: 08:30 - 18:00 Uhr
Freitag 26.10.2007: 08:30 - 18:00 Uhr
Samstag 27.10.2007: 09:30 - 13:00 Uhr
Pressekontakt für Rückfragen:
Silke Jakobi
Pressestelle Deutscher Kongress für
Orthopädie und Unfallchirurgie
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel. 0711 8931 -163
Fax. 0711 8931 -167/-566
Vor Ort: 030 6831-10001
E-Mail: jakobi@medizinkommunikation.org

| idw
Weitere Informationen:
http://www.orthopaedie-unfallchirurgie.de

Weitere Berichte zu: ICC Orthopädie Unfallchirurgie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens
19.01.2017 | Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)

nachricht Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule
18.01.2017 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie