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Internationale Sichtbarkeit des Standortes Marburg im Bereich der Systemneurowissenschaften

02.10.2007
Marburger Neurophysiker Prof. Frank Bremmer organisiert neurowissenschaftliche Spitzentagung zusammen mit dem niederländischen Neurowissenschaftler Prof. Dr. Jeroen Smeets von der Freien Universität Amsterdam.

Zu "Three Dimensional Sensory and Motor Space: Perceptual Consequences of Motor Action" kommen 25 internationale Spitzenforscher und über 100 Nachwuchswissenschaftler aus der ganzen Welt nach Sant Feliu de Guixols, etwa 100 km nördlich von Barcelona, (6.-11.10.2007).

"Die Sichtbarkeit des Standortes Marburg im Bereich der Systemneurowissenschaften wird durch solche Tagungen weiter gestärkt", so Bremmer. Im Mittelpunkt der Tagung stehen Untersuchungen zur Funktionsweise des Gehirns, insbesondere der Frage, wie Prozesse zur Wahrnehmung (Sehen, Hören, etc.) und Prozesse zur Handlungssteuerung (Greifen nach einer Tasse, Gang zu einer Tür, etc.) miteinander wechselwirken. "Obwohl es sich dabei oftmals um einfache, scheinbar triviale Handlungen des Alltags handelt, ist die neuronale Steuerung der meisten Vorgänge bislang noch völlig unverstanden", so Bremmer. "Ein Verständnis der zugrunde liegenden neuronalen Prozesse ist aber erste und wichtigste Voraussetzung, um im Falle einer Schädigung aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls sinnvoll medizinisch intervenieren zu können."

Finanziell gefördert wir die Tagung von der European Science Foundation (ESF) und der European Molecular Biology Organisation (EMBO). "Den Antrag auf Förderung haben wir vor zwei Jahren gestellt", sagt Bremmer, der derzeit auch schon einen Antrag auf Ausrichtung einer Tagung im Jahre 2009 bei der ESF gestellt hat. In einem peer-review Prozess wurden die besten Anträge ausgewählt und die erfolgreichen Antragsteller zur Ausrichtung und Organisation der Tagung eingeladen.

"Uns ist es gelungen, die international angesehensten Wissenschaftler zu dieser Tagung nach Nordspanien zu bringen", so Bremmer weiter. "Die hochrangigen Sprecher zusammen mit dem attraktiven wissenschaftlichen Programm haben wohl auch dazu geführt, dass wir aus weltweit über 150 Bewerbungen die besten Nachwuchswissenschaftler für diese Konferenz auswählen konnten." Während die eingeladenen Sprecher die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten in Plenarvorträgen vorstellen, wird den Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit gegeben, ihre eigenen Forschungsergebnisse in Form von Postern und Kurzvorträgen zu präsentieren.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Frank Bremmer (E-Mail: frank.bremmer@physik.uni-marburg.de )

Dr. Viola Düwert | idw
Weitere Informationen:
http://www.esf.org/conferences/07226

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