Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Methanhydrate vom Meeresboden - Illusion oder Option auf eine potentielle Engergiequelle?

26.09.2007
Plenarvortrag von Prof. Gerhard Bohrmann von der Universität Bremen am Donnerstag, dem 18. Oktober 2007, um 8.30 Uhr im Eurogress Aachen im Rahmen der ProcessNet-Jahrestagung.

Aufgrund der großen Bedeutung des Methanhydrats haben viele Länder wie z.B. Japan, USA, Kanada, Indien und Deutschland umfangreiche Programme zur Erforschung der Hydrate gestartet.

Prof. Gerhard Bohrmann vom DFG Forschungszentrum Ozeanränder an der Universität Bremen geht in seinem Plenarvortrag der Fragestellung nach, ob Methanhydrat die Energieressource der Zukunft sein kann. Bohrmann geht dabei auch auf die Wechselwirkung der Methanhydrate mit dem Klima - Methan ist ein gefürchtetes Treibhausgas -, deren Einbindung in den Kohlenstoffkreislauf sowie deren Bedeutung bei einer ganzen Reihe von geologisch-biologisch-geochemischen Prozessen vor allem im marinen Bereich ein.

Gashydrate sind Einschlussverbindungen aus Wasser und Gas, in denen das Gas z.B. Methan, von Wasserkäfigen eingeschlossen wird und dabei makroskopisch eine eisähnliche Gestalt annimmt. Reines Methanhydrat ist schneeweiß und zersetzt sich bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck. Dies geschieht unter rascher Freisetzung von Methangas, dessen Menge ausreicht, um eine dauerhafte Flamme bis zur vollständigen Zersetzung eines Gashydratbrockens zu erzeugen - daher rührt auch der Name "Brennendes Eis".

Gashydrate galten lange Zeit als chemische Labor-Kurosität, bis in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die Öl- und Gasindustrie auf sie aufmerksam wurde; festes Methanhydrat verstopfte immer wieder die großen Pipelines. Probebohrungen in den 1980er Jahren zeigten, dass Methanhydrat weltweit in den Sedimenten der Ozeane und auch in den Böden der Permafrostgebiete Russlands und Kanadas vorkommt.

Wegen dieser immens großen Vorkommen wird es als mögliche (fossile) Energiereserve der Zukunft gehandelt. Aber das gespeicherte Methan ist auch ein gefürchtetes Treibhausgas, das im Falle einer größeren Freisetzung erheblich zur globalen Erwärmung beitragen kann.

Dr. Christine Dillmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dechema.de/jt2007

Weitere Berichte zu: Bohrmann Meeresboden Plenarvortrag

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops