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4. Sicherheitstag NRW / Im Focus: Schutz und Management kritischer Infrastrukturen

19.07.2007
Früher war die Welt bekanntlich noch in Ordnung. Wenn beispielsweise der Strom ausfiel, wurde es dunkel. Nicht mehr und nicht weniger. Heute dagegen führt ein Stromausfall leicht zur Katastrophe, zumindest zur wirtschaftlichen.

Kein Unternehmen kann noch ohne Elektrizität arbeiten – die Abhängigkeit vom Computer und die digitale Vernetzung sind beinahe grenzenlos. Man erinnere sich nur an den 4. November vergangenen Jahres, als die Aufregung während und nach dem Stromausfall im europäischen Übertragungsnetz groß war. In der Folge befasst sich neben nationalstaatlichen Bemühungen auch die Europäische Union mit diesem Thema.

Kritische Infrastrukturen heißen nicht umsonst so. Deswegen bedürfen sie auch des besonderen Schutzes.

Der Verband für Sicherheit in der Wirtschaft Nordrhein-Westfalen e. V. veranstaltet dazu am 6. September 2007 seinen 4. „Sicherheitstag NRW“ unter der Schirmherrschaft des nordrhein-westfälischen Innenministers Dr. Ingo Wolf.

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Dieser wird – wie auch 2006 – die Tagung unter dem Titel „Schutz & Management kritischer Infrastrukturen“ persönlich eröffnen. Auch für dieses Jahr hat der VSW NW mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln wieder einen attraktiven Veranstaltungsort gewählt.

Dass moderne Staaten und Gesellschaften in erheblichem Maße auf die kontinuierliche Leistungsfähigkeit, die Zuverlässigkeit und die Sicherheit kritischer Infrastrukturen (KRITIS) angewiesen sind, ist keine neue Erkenntnis. Infrastrukturen wie Energieversorgungs- und Telekommunikationsdienste sind durch den Einsatz von Informationstechnologie allerdings komplexer geworden, immer stärker miteinander verwoben – und damit auch verwundbarer. Kurzschluss, menschliche Fehler oder Computerausfall können heute dazu führen, dass ganze Regionen von lebenswichtigen Infrastrukturen abgeschnitten werden.

Deshalb ist bei Staat und Wirtschaft der Schutz kritischer Infrastrukturen längst in den Fokus gerückt. So wurde am 1. Mai 2004 im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) errichtet. Deutschland besitzt damit ein zentrales Organisationselement für die zivile Sicherheit, das alle einschlägigen Aufgaben und Informationen an einer Stelle bündelt und vorhält. Über Szenarien und Konzepte des Bundesamtes wird beim VSW NW Dr. Monika John-Koch referieren.

Im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das als Referenten Dirk Reinermann nach Köln schickt, werden insbesondere Störungen oder Ausfälle in kritischen Infrastrukturen betrachtet, die im Zusammenhang mit (absichtlich herbeigeführten) Fehlfunktionen der Informationstechnik stehen. Die Wirtschaft hat ihrerseits eine Vielzahl von Maßnahmen für Krisenprävention und Krisenmanagement ergriffen. Gespannt sein darf auf die Berichte aus der Praxis bedeutender Unternehmen. Zu den Referenten gehören die Sicherheits-Verantwortlichen von RWE Transportnetz Strom, der Deutschen Bank und Lanxess.

Nach der Tagung besteht die Möglichkeit zum Rundgang durch das DLR.

Alle Informationen sowie die Möglichkeit der Anmeldung erhalten Sie unter folgendem Link:

http://www.sicherheit-in-der-wirtschaft.de/veranstaltungen/
veranstaltungen-des-vsw-nw/4-sicherheitstag-nrw

| Geschäftsstelle VSW NW e. V.
Weitere Informationen:
http://www.vsw-nw.de
http://www.sicherheitstag-nrw.de
http://www.sicherheit-in-der-wirtschaft.de

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