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Von der Wildblume zum gärtnerischen Pflegefall: Botanische Gärten als Intensivstationen für bedrohte Pflanzen

30.05.2007
Führungen der Universität Hohenheim zu heimischen Pflanzen auf der Roten Liste
Samstag/Sonntag, 16./17. Juni 2007, Botanischer Garten, Universitätscampus

Viele Pflanzen, die noch vor 50 Jahren weit verbreitet waren, sind heute auf gärtnerische Rundumbetreuung angewiesen. Denn durch die Zerstörung ihres Lebensraumes bleibt ihnen in Deutschland nur der Rückzug in die botanischen Gärten. Im Rahmen der bundesweiten botanischen Woche bietet Ingo Hans, Betriebsleiter des Botanischen Gartens der Universität Hohenheim, zwei Tage lang Führungen zu dem diesjährigen Motto "Bedrohte Pflanzen in Botanischen Gärten erleben und bewahren" an.

"Wir können heute bedrohte Pflanzen nur noch erhalten, indem wir sie in Töpfe pflanzen, kultivieren, den Samen sammeln und wieder aussäen. In freier Wildnis hat die Pflanze längst keine Chance mehr zu überleben. Und die Auswilderung von Pflanzen ist so schwierig wie die von Tieren." Ingo Hans spricht über geschützte und gefährdete Wildpflanzen, die er im Botanischen Garten der Universität Hohenheim züchtet und die vor 50 Jahren noch in Mitteleuropas Pflanzenwelt frei wuchsen. Ob Pracht-Nelke, Frühlings-Adonisröschen oder Immergrünes Felsenblümchen, jede dieser Pflanzenpopulationen ist in Mitteleuropa bedroht und kann im Botanischen Garten der Universität Hohenheim entdeckt werden.

Die Pflanzenvielfalt zu erhalten und zu schützen zählt zu den Aufgaben der Botanischen Gärten in Deutschland. An der deutschlandweiten Woche der Botanischen Gärten beteiligt sich die Universität Hohenheim mit zwei Führungen zum diesjährigen Motto "Bedrohte Pflanzen in Botanischen Gärten erleben und bewahren".

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Die bedrohten Pflanzen des Botanischen Gartens der Universität Hohenheim sind ausgeschildert und können selbstständig oder per Führung erlebt werden.

Die Führungen finden am Samstag, 16. Juni 2007, und Sonntag, 17. Juni 2007, ab 10:00 Uhr statt. Treffpunkt ist das Säulenportal auf der Südseite von Schloss Hohenheim.

Anmeldung ist erwünscht - Tel. 0711 459-22186 oder botghans@uni-hohenheim.de

Kontaktadresse:
Ingo Hans, Universität Hohenheim, Betriebsleiter des Botanischen Gartens, Tel.: 0711 459-22186, E-Mail: botghans@uni-hohenheim.de

Florian Klebs | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hohenheim.de/

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