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Intralogistik nimmt Fahrt auf

29.03.2007
· Standardisierung steigert Effizienz und reduziert Kosten
· Pakete steuern sich künftig autonom

Die Standardisierung ist eine der größten Herausforderungen der Intralogistikbranche, so der Tenor der Experten beim 16. Deutschen Materialflusskongress in Garching. „Die bisher fehlende Standardisierung in vielen Bereichen wie etwa bei RFID war eines der größten Hemmnisse für Investitionen und Wachstum“, sagte Dr. Joachim Miebach, der Vorsitzende der VDI-Gesellschaft Fördertechnik Materialfluss und Logistik.

„Hier brauchen wir zunehmende Anstrengungen, um die Effizienz und Produktivität zu steigern.“ Viel versprechende Ansätze gebe es bereits bei den ERP-Herstellern (Enterprise-Resource-Planning) zur Gestaltung einer einheitlichen IT-Landschaft.

Ein weiteres Beispiel für die Fortschritte der Standardisierung in der Intralogistik ist die Systemarchitektur (SAIL). SAIL ist ein plattformunabhängiges Modell zur strukturierten Beschreibung von Intralogistik, zunächst auf reine Materialflusssysteme begrenzt. Die Branche ist sich einig: Man braucht diese einheitliche Beschreibung der komplexen Strukturen in der Intralogistik.

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„Die Kunst ist es nun, in SAIL das richtige Maß im Detaillierungsgrad zu finden, damit sich Hersteller unterschiedlichster Prägung darin auch wieder finden können“, betonte Ulrich Balbach, Geschäftsbereichsleiter für Optosensorik bei der Leuze electronic GmbH + Co KG. Durch den reduzierten Anpassungsaufwand bietet SAIL einen klaren Kostenvorteil.

Doch nicht nur was die Standardisierung betrifft, gewinnt die Branche an Tempo. Auch bei Innovationen zählt Deutschland zu den Technologieführern. So werden etwa demnächst Behälter und Pakete eigenständig ihr Ziel erreichen. Das Stichwort ist hier das „Internet der Dinge“. „Durch den Einsatz kleinster Computer wird jeder Behälter zu einem autonomen Objekt. Dieses ist dann für sich und seinen Transport selbst verantwortlich“, erklärte Professor Dr. Willibald Günthner von der Technischen Universität München. Konzepte hierzu werden bereits jetzt an die TU im Logistikinnovationszentrum erforscht und erprobt.

Sven Renkel M.A. | VDI
Weitere Informationen:
http://www.vdi.de

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