Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Marketing für Hochschulen

19.01.2007
Tagung mit Rektoren und Präsidenten an der WWU Münster

Marketing für Hochschulen? Für viele war die Übertragung des aus dem Konsumbereich stammenden Konzepts auf den Hochschulsektor vor einigen Jahren noch undenkbar. Doch nicht erst seit dem Inkrafttreten des Hochschulfreiheitsgesetztes in NRW sehen sich Hochschulen einem zunehmendem nationalen und internationalen Wettbewerb ausgesetzt, in dem es durch innovative Konzepte und Maßnahmen zu bestehen gilt.

Vor diesem Hintergrund veranstalteten das CHE Centrum für Hochschulentwicklung und die Wissenschaftliche Gesellschaft für Marketing und Unternehmensführung eine Tagung zum Thema "Hochschulmarketing - Herausforderungen und Erfolgsfaktoren im Wettbewerb" in der Universität Münster. Rund 170 Rektoren, Präsidenten und Marketingverantwortliche von deutschen Hochschulen diskutierten einen Tag lang mit Pionieren in Sachen Hochschulmarketing.

So machten Prof. Detlef Müller-Böling, Leiter des CHE, und Prof. Dr. Heribert Meffert, Vorstand der Wissenschaftlichen Gesellschaft und langjähriger Marketingprofessor, gleich zu Beginn der Tagung deutlich, dass sich manche Hochschulen schon sehr wohl auf die gestiegenen Anforderungen eingestellt haben. Mit einem so geschärften Profil laufen sie mittlerweile vielen Wettbewerbern den Rang ab. Dabei schaffen sie es nicht nur, junge Studierende zu gewinnen und zu binden, sondern auch Exzellenz-Cluster zu etablieren oder zusätzliche Drittmittel einzuwerben. Insbesondere kleine und ostdeutsche Hochschulen scheinen dabei schneller und flexibler zu agieren.

... mehr zu:
»CHE »Hochschulmarketing

Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin, machte allen Teilnehmern im Anschluss unmissverständlich klar, dass die Einführung von Hochschulmarketing immer Chefsache sein muss. Viele Hochschulen begingen aber den Fehler, Hochschulmarketing mit der Entwicklung von Werbekonzepten zu verwechseln. Gleichwohl stelle die Identifikation mit den Zielen durch sämtliche Hochschulangehörigen eine unabdingbare Notwendigkeit für den Aufbau eines klaren Profils dar.

Dass die Universität Bremen sich längst von einer "roten Kaderschule" zur Karriereschmiede gemeistert hat, ist vielen Menschen nicht erst seit dem Erreichen der Endrunde des letzten Exzellenzwettbewerbs klar. Wie beschwerlich dieser Weg jedoch war, zeigte Prof. Dr. Wilfried Müller, Rektor der Universität Bremen. Dabei hat die Uni keineswegs auf die Entwicklung griffiger Slogans oder augenfälliger Logos gesetzt. Mit Fallturm, Technologiepark und Universum Science Center wurden vielmehr in der wissenschaftlichen Arbeit Identifikationsanker gefunden, die internen und externen Zielgruppen neue Orientierung gaben.

Ein generelles Erfolgsrezept für erfolgreiches Hochschulmarketing wurde im Laufe der Tagung nicht gefunden. Auf dem Weg zur "entfesselten Hochschule" wird das Hochschulmarketing jedoch sicherlich eine bedeutende Rolle spielen und situationsspezifisch ausgestaltet werden müssen. Der Frage, inwiefern sich die Hochschulführungen dieser Herausforderungen stellen und Veränderungsbereitschaft zeigen, wird dabei eine Schlüsselrolle zukommen.

| Universitaet Muenster
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaftliche-gesellschaft.de

Weitere Berichte zu: CHE Hochschulmarketing

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017
23.10.2017 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Die Zukunft der Luftfracht
23.10.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 65 neue genetische Risikomarker für Brustkrebs entdeckt

Manche Familien sind häufiger von Brustkrebs betroffen als andere. Dies kann bislang nur teilweise durch genetische Risikomarker erklärt werden. In einem weltweiten Verbund haben Forscher nun 65 weitere Erbgutvarianten identifiziert, die zum Brustkrebsrisiko beitragen. Die Studie, an der auch Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Universitätsklinikum Heidelberg beteiligt waren, wurde in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. Die Forscher erwarten, dass die Ergebnisse dazu beitragen, Screeningprogramme und die Früherkennung von Brustkrebs zu verbessern.

Seit Angelina Jolies medienwirksamer Entscheidung, sich vorbeugend die Brüste entfernen zu lassen, ist der genetische Hintergrund von Brustkrebs auch einer...

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fettstoffwechsel beeinflusst Genaktivität

24.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Forscher der Universität Hamburg entdecken Mechanismus zur Verdopplung von Pflanzengenomen

24.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Bakterielle Toxine im Darm

24.10.2017 | Biowissenschaften Chemie