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Ist Kreativität planbar?

04.09.2006
Internationale Spitzenwissenschaftler diskutieren vom 6. bis 9. September in der Heidelberger Villa Bosch über die räumlichen Faktoren von Kreativität.

Kann man ein kreatives Milieu planen und gezielt schaffen?

Über diese und ähnliche Fragen werden Spitzenwissenschaftler vom 06. bis 09. September 2006 bei dem Symposium "Milieus of creativity" diskutieren. Das internationale wissenschaftliche Symposium ist die zweite Tagung der Reihe Knowledge & Space, die in halbjährlichem Abstand führende Wissenschaftler aus aller Welt im Studio der Heidelberger Villa Bosch zusammenführt. Veranstalter ist der Bildungsgeograph Peter Meusburger vom Geographischen Institut der Universität Heidelberg. Das Symposium wird gefördert von der Klaus Tschira Stiftung.

Kreatives Denken kann durch bestimmte Rahmenbedingungen gefördert oder behindert werden, in der Wissenschaft genauso wie in der Wirtschaft, der Kunst oder im Alltag. Doch sind Faktoren, die Kreativität fördern oder behindern, eindeutig zu identifizieren? Wirken bestimmte Rahmenbedingungen auf alle Menschen in gleichem Maße? Psychologen und Kognitionswissenschaftler, Ökonomen, Geographen und Raumplaner, Philosophen, Soziologen und Physiker werden bei diesem Symposium aus sehr unterschiedlichen Perspektiven diese Fragen erörtern. Dabei sollen sich die Wissenschaftler der unterschiedlichen Fachrichtungen im gegenseitigen Dialog weiterbringen und unterstützen. Fragen nach den neurologischen Grundlagen von Kreativität oder dem Zusammenhang mit der Intelligenz werden dabei genauso behandelt werden wie die Bedeutung des sozialen und kulturellen Kontextes.

Unter anderem wird der Physiker Arthur I. Miller vom University College in London den Faktor Kreativität bei sogenannten "Genies" in der Wissenschaftsgeschichte diskutieren. Die Kognitionswissenschaftlerin Margaret Boden von der University of Sussex bilanziert die bisherigen Ergebnisse der psychologischen Kreativitätsforschung. Markus Knauff, Neurologe an der Universität Freiburg und Leiter des Human Spatial Cognition Lab, beleuchtet die neurologischen Grundlagen der Kreativität, während Ernst Helmstädter, ein ehemaliger "Wirtschaftsweiser" vom Institut für industriewirtschaftliche Forschung an der Universität Münster, auf die Bedeutung kreativer Netzwerke bei der Kooperation von Unternehmen eingehen wird. Scott G. Isaksen, Leiter der Creative Problem Solving Group in Buffalo/New York, behandelt kritische Faktoren für die Entstehung kreativer Milieus, und der Geograph Barney Warf von der Florida State University wendet sich der Bedeutung utopischen und alternativen Denkens für kreative Raumkonstruktionen zu.

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Das Programm mit insgesamt 18 Vorträgen kann unter www.knowledgeandspace.uni-hd.de abgerufen werden. Dort sind auch Informationen über die bisherigen und zukünftigen Symposien der Veranstaltungsreihe zu finden.

Die Arbeitssprache der Symposien ist Englisch. Interessierte Journalisten sind willkommen. Bitte melden Sie sich bei Dr. Edgar Wunder an (siehe unten).

Die Klaus Tschira Stiftung gGmbH (KTS) fördert die Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik sowie das Verständnis für diese Fächer in der Öffentlichkeit. Förderschwerpunkte sind: Forschungsprojekte, die Lehre an staatlichen und privaten Hochschulen sowie Projekte mit Kindern und Jugendlichen. Weitere Informationen: www.kts.villa-bosch.de

Ein Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe von Peter Meusburger am Geographischen Institut der Universität Heidelberg besteht seit vielen Jahren aus Studien zu räumlichen Strukturen und Prozessen von Wissen, räumlichen Disparitäten des Bildungsverhaltens, Ursachen der räumlichen Konzentration von Arbeitsplätzen für Hochqualifizierte und zur räumlichen Mobilität von Wissen. Weitere Informationen: www.geog.uni-heidelberg.de

Als Ansprechpartner stehen gerne zur Verfügung:

Dr. Edgar Wunder (Geographisches Institut der Universität Heidelberg, Tagungskoordination), Berliner Str. 48, 69120 Heidelberg, Tel. 06221-545575, Fax: 06221-545556, E-Mail: edgar.wunder@geog.uni-heidelberg.de, Internet: www.knowledgeandspace.uni-hd.de

Renate Ries (Klaus Tschira Stiftung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Klaus Tschira Stiftung gGmbH, Villa Bosch, Schloss-Wolfsbrunnenweg 33, 69118 Heidelberg, Tel: 06221-533214, Fax: 06221-533198, E-Mail: renate.ries@kts.villa-bosch.de, Internet: www.kts.villa-bosch.de

Dr. Michael Schwarz (Universität Heidelberg, Pressesprecher), Grabengasse 1, 69117 Heidelberg, Tel.: 06221-542310, Fax: 06221-542317, E-Mail: michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de, Internet: www.uni-heidelberg.de/presse/pressestelle.html

Renate Ries | idw
Weitere Informationen:
http://www.knowledgeandspace.uni-hd.de

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