Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Impulse für deutsch-russische Forschungszusammenarbeit

12.09.2005


Feierliche Eröffnung des Deutschen Historischen Instituts in Moskau durch Bundesbildungsministerin Bulmahn am heutigen Montag.



Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hat heute im Beisein ihres russischen Amtskollegen Andrej Fursenko sowie zahlreicher Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik das Deutsche Historische Institut in Moskau feierlich eröffnet. Das Institut geht auf eine gemeinsame Initiative der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius zurück und erforscht die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Tätigkeitsschwerpunkte sind die Intensivierung der Kooperation mit russischen Wissenschaftlern, die Koordination und Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das DHI Moskau steht damit in einer Reihe mit den anderen Historischen Instituten in London, Paris, Rom, Warschau und Washington sowie den multidisziplinär arbeitenden Forschungsstätten in Beirut/Istanbul und Tokyo, die von der in Bonn ansässigen Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA) getragen werden.

... mehr zu:
»DGIA »DHI


Mit der Eröffnung werden zunächst sieben Mitarbeiter, darunter auch zwei russische Historiker, die Arbeit aufnehmen. Sie werden unterstützt von einem Beirat, dem Wissenschaftler beider Länder angehören. Das Institut wird der deutschen Russland- und der russischen Deutschlandforschung einen "Stützpunkt" mit Arbeitsplätzen, Kommunikationsmöglichkeiten, Literatur und praktischer Hilfe bieten. Das DHI vergibt ein- bis sechsmonatige Stipendien für deutsche und russische Doktoranden und Habilitanden, die sich mit der Geschichte des jeweils anderen Landes oder den beiderseitigen Beziehungen vom 18. bis 20. Jahrhundert befassen. Speziell für russische Dozenten sind Kurzstipendien zur Weiterbildung vorgesehen.

Bernd Bonwetsch, Gründungsdirektor des DHI Moskau, und Wolfgang Schieder, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung DGIA, betonten bei der Eröffnungsfeier die außerordentliche Bedeutung deutsch-russischer Kooperationen auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaften. Es gelte nun insbesondere, deutsche Historiker bei ihren Forschungen in Russland zu beraten und russischen Wissenschaftlern den Zugang zur westlichen Forschung zu erleichtern.

Michael Göring, Vorstandsvorsitzender der ZEIT-Stiftung, machte in seinem Grußwort auf die lange Tradition der Osteuropaforschung in Deutschland aufmerksam, die das DHI in Moskau wesentlich bereichern wird. Thomas Kempf, Vorstand der Krupp-Stiftung, sagte, die Stiftung erwarte durch die Tätigkeit des DHI neue Impulse für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und eine Vertiefung der deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen.

Im Anschluss an den offiziellen Eröffnungsakt fand eine Podiumsdiskussion über die Aufgaben des Instituts im Rahmen der deutsch-russischen Beziehungen nach Ende des Kalten Krieges statt, an der neben dem ehemaligen sowjetischen Vizepräsidenten, Alexander N. Jakovlev, dem Vorsitzenden des Weltverbandes der Historiker, Jürgen Kocka, sowie dem Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München, Horst Möller, auch der Direktor des Instituts für Allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften, Alexander Chubarian, teilnahm. Chubarian wurde am gestrigen Tag für seine Verdienste um die deutsch-russischen Beziehungen das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Er ist seit Ende vergangenen Jahres stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des DHI Moskau.

Barbara Manthey | idw
Weitere Informationen:
http://www.stiftung-dgia.de/

Weitere Berichte zu: DGIA DHI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht
05.12.2016 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rückgang großer fruchtfressender Vögel bedroht Tropenwälder

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wenn das Handy heimlich zuhört: Abwehr ungewollten Audiotrackings durch akustische Cookies

07.12.2016 | Informationstechnologie

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops