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Sackgasse Gelenkschmerz?

01.09.2005


22. Kongress der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie (AGA) / Experten aus sechs Ländern diskutieren neue OP-Methoden und Qualitätssicherung für Patienten



Vom 30.09. bis 01.10.2005 treffen sich Mediziner aus sechs Ländern zum 22. Kongress der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie (AGA) im Congress Center Messe Frankfurt (CCMF) in Frankfurt am Main.

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Kongresspräsidenten sind Dr. med. Alwin Jäger (Chefarzt der Abteilung für Sportorthopädie, Knie- und Schulterchirurgie an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik, Frankfurt am Main) und Prof. Dr. med. Michael Strobel (Orthopädische Gemeinschaftspraxis, Straubing).

Über 2,5 Millionen Menschen allein in Deutschland leiden an einem chronischen Knorpelschaden im Knie, fünf bis zehn Millionen Patienten insgesamt haben Schmerzen in diesem Gelenk. Schultergelenkerkrankungen sind nahezu ebenso verbreitet.

Hier bietet die Arthroskopie Hilfe. "Heute kann die überwiegende Anzahl der Gelenkeingriffe minimal-invasiv, d.h. arthroskopisch durchgeführt werden. Hierzu wird zunächst über einen sehr kleinen Hautschnitt (5 mm) eine spezielle Optik in das Gelenk eingeführt, an die wiederum eine kleine Videokamera angekoppelt ist. Über diese Kamera wird das Bild aus dem Gelenk auf einen Monitor übertragen. Der Operateur kann so den Zustand des Gelenkes beurteilen und gleich behandeln", erklärt Prof. Strobel.

Die Zahl der arthroskopischen Eingriffe ist in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Doch nicht jeder Orthopäde oder Chirurg ist für diese hoch spezialisierte Behandlung ausreichend ausgebildet. "Für arthroskopische Engriffe ist ein spezielles Know-how erforderlich", betont Dr. Jäger, der wie Prof. Strobel zum Vorstand der Arbeitsgemeinschaft gehört. "Ziel der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Arthoskopie ist es, sicherzustellen, dass nur der Kollege, der die entsprechende Weiterbildung durchlaufen hat, diese Eingriffe vornimmt. In der Weiterbildung und Qualitätssicherung sehen wir unsere Hauptaufgabe, damit Beschwerden im Gelenk eben nicht zur Sackgasse werden", sagt der Experte.

Pressekonferenz: Freitag, 30.09.05, 11.00 Uhr Möglichkeit zum Hintergrundgespräch: Samstag, 01.10.05

Die Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie ist ein wissenschaftlicher Verein mit dem Ziel, einen engen Kontakt zwischen den auf diesem Gebiet tätigen Ärzten herzustellen und einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Außerdem soll Kontakt zu anderen Gesellschaften mit gleichem oder verwandtem Interessengebiet geschaffen werden. Besondere Anliegen der Arbeitsgemeinschaft sind die Förderung der wissenschaftlichen und praktischen Belange in der Anwendung der Arthroskopie, die Fortbildung der Mitglieder sowie die Aus- und Weiterbildung weiterer interessierter Ärzte. Die im Oktober 1983 gegründete Arbeitsgemeinschaft hat mehr als 2.100 aktive Mitglieder aus 27 Ländern, Tendenz steigend.

Esther K. Heyer | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.aga2005.de

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