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4. Weltkongress der Proteomforschung in München

19.07.2005


Zum ersten Mal findet der Weltkongress der Human Proteom Organization (HUPO) in diesem Jahr in Deutschland statt: von 28. August bis 1. September 2005 im Internationalen Congress Center (ICM) in München. Wegen der überaus zahlreichen Anmeldungen von Wissenschaftlern, Studenten und Firmen findet der Kongress nicht wie geplant an der Technischen Universität München (TUM) statt, sondern im Kongreßzentrum, das die entsprechenden Vortragsräume und ausreichend Ausstellungsfläche für wissenschaftliche Poster und Firmen bietet.



Das Programm des 4. HUPO-Weltkongresses spiegelt die rasante Entwicklung im Bereich der analytischen Methoden (2D-Gelelektrophorese, Massenspektrometrie, Chip-Technologien) wieder und präsentiert die aktuellen Forschungsergebnisse aus den Anwendungsgebieten Mikrobiologie, Medizin und Pharma.

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Prof. Angelika Görg (Fachgebiet Proteomik der TU München) gehört dem Organisationskomitee an und zeichnet für das wissenschaftliche Programm des HUPO-Kongresses verantwortlich. Sie zählt zu den weltweit bedeutendsten Proteomforschern, insbesondere auf dem Gebiet der 2D-Gelelektrophorese. Ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten wurden während des dritten HUPO-Weltkongresses 2004 in Beijing, China, durch die Verleihung des "Distinguished Achievement Award in Proteomics" gewürdigt.

Proteomik ist eine junge Forschungsrichtung mit einer sehr viel älteren Wurzel: der Proteinanalytik. Die Entschlüsselung des menschlichen Genoms, das die Proteine codiert, zählt zu den bahnbrechenden Ereignissen unserer Zeit. Mit der Analyse des Proteoms hat ein jedoch noch gewaltigeres Forschungsprojekt begonnen, da sie viel komplexer und wesentlich schwieriger durchführbar ist. Untersuchungsgegenstand ist die Gesamtheit aller Proteine, die zu einem bestimmten Zeitpunkt, unter ganz bestimmten Bedingungen in einer Zelle, einem Gewebe oder einem Organismus vorhanden ist. Die Proteomanalyse gibt Einblicke in das komplexe Stoffwechsel- und Regulationsgeschehen eines biologischen Systems. Genome sind statische Baupläne, Proteome dagegen in Abhängigkeit vom aktuellen biologischen Zustand und Umgebungseinflüssen in hohem Ausmaß dynamisch. Proteine werden ständig auf- und abgebaut, verändert, verlagert, verbunden oder getrennt. Dieses dynamische System zu erforschen ist besonders spannend, weil die Proteine die eigentlichen Akteure des Zellgeschehens sind und bei ihnen die molekulare Ursache vieler Krankheiten zu finden ist.

Kontakt:
Prof. Angelika Görg
Fachgebiet Proteomik
Technische Universität München
Wissenschaftszentrum Weihenstephan
Tel: 08161/71-4265
angelika.gorg@wzw.tum.de

Tina Heun | idw
Weitere Informationen:
http://www.hupo2005.com

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