Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein Jahr "Nano2Life" - Größtes EU-Exzellenznetzwerk der Nanobiotechnologie feiert Geburtstag

15.02.2005


Am 2. und 3. März 2005 treffen sich rund 200 Forscher und Unternehmer aus zwölf Nationen zum "Annual Meeting" in Münster. Grund ist das einjährige Bestehen des größten EU-Exzellenznetzwerkes der Nanobiotechnologie, das 23 Forschungsinstitute im Februar 2004 unter dem Motto "A network bringing nanotechnologies to life", kurz: Nano2Life, gegründet haben. Ziel ist es, Expertenwissen aus ganz Europa in Sachen Nanobiotechnologie zu bündeln und die Innovationskraft aus diesem interdisziplinären Zusammenschluss zum Nutzen der Europäischen Wirtschaft voranzutreiben.
Nachdem im ersten Jahr vor allem Informationen über vorhandenes Know-how ausgetauscht und erste Projekte initiiert wurden, nutzen die Spezialisten aus Physik, Chemie, Biologie, Medizin und den Ingenieurwissenschaften die Tagung in Münster dazu, in Arbeitsgruppen aus Forschern und Unternehmern innovative Lösungsmöglichkeiten für viele Probleme unserer Zeit zu erarbeiten. Themen sind etwa der Umweltschutz oder die Bekämpfung von Krankheiten. Beim Krebs zum Beispiel sollen Nanoteilchen in der Therapie als Transportmittel eingesetzt werden, um das Medikament genau zur "kranken" Zelle zu führen. Gesundes Gewebe bleibt dann unberührt.



Nano2Life wird im sechsten EU-Rahmenforschungsprogramm mit insgesamt 8,8 Millionen Euro gefördert. Das Projekt ist auf einen Zeitraum von vier Jahren ausgerichtet und soll in die Gründung eines virtuellen European Institute of Nanotechnology (EIN) übergehen. Schwerpunkte der Forschung bilden die Entwicklung neuer nanobiotechnologischer Geräte und Materialien sowie Projekte im Bereich Aus- und Weiterbildung. Darüber hinaus erarbeiten die Wissenschaftler unterschiedliche Formen von Dienstleistungen, die sich am Bedarf der Europäischen Industrie orientieren.

Ein eigenes Ethik Board achtet dabei darauf, dass alle Entwicklungen den internationalen ethischen und sozialen Ansprüchen entsprechen. Zu Rate stehen auch 20 Unternehmen, darunter Evotec und BASF, die mit dem Netzwerk Nano2Life assoziiert sind und für die Marktorientierung der Forschung sorgen. Schließlich gilt es, die Europäische Industrie in dieser Zukunftstechnologie gegenüber den USA und Asien zu stärken.

Deutsche Netzwerkpartner sind das Nanobiocluster Münster mit der Universität Münster, dem gemeinnützigen Verein bioanalytik-münster und dem Zentrum für Nanotechnologie sowie das Nanobiocluster der Region Saarland-Rheinhessen-Pfalz mit den Universitäten Mainz und Kaiserslautern, der Universität des Saarlandes, dem gemeinnützigen Verein NanoBioNet und dem Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT).

Ansprechpartner:
Dr. Klaus-Michael Weltring
bioanalytik-münster
Mendelstraße 11
48149 Münster
Telefon:(0251) 980 12 12
E-mail: mail@bioanalytik-muenster.de

Netzwerk-Koordinator:
Patrick.boisseau@cea.fr

Norbert Frie | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften