Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ermüdetem Material auf der Spur

10.02.2004


DFG-Abschlusskolloquium über Lebensdauervorhersage von Metallbauteilen an der Bremer Universität



Flugzeuge stürzen ab, Autos bleiben defekt am Straßenrand stehen, Fahrradpedalen brechen. Oftmals hängen diese mitunter dramatischen Vorgänge mit der Ermüdung von verwendeten Bauteilen zusammen. Warum kann das geschehen und wie lässt sich die Lebensdauer von metallischen Werkstoffen besser vorhersagen? Um diese Fragen zu beantworten, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 1997 das bundesweite Schwerpunktprogramm "Mechanismenorientierte Lebensdauervorhersage für zyklisch beanspruchte metallische Werkstoffe" eingerichtet. In der Universität Bremen findet dazu am 11. und 12. Februar 2004 das Abschlusskolloquium statt. Der Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen und das Institut für Werkstofftechnik organisieren in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband für Materialforschung und -prüfung diese Veranstaltung. Mehr als 100 Experten aus Wissenschaft und Industrie kommen nach Bremen, um sich über den aktuellen Stand der Grundlagenforschung zu informieren.

... mehr zu:
»Lebensdauervorhersage


Innerhalb der Programmlaufzeit hat sich viel getan. Den größten Fortschritt hat es in den Beobachtungs- und Berechnungsmethoden gegeben. Heute lässt sich die Haltbarkeit und Dauerfestigkeit von Bauteilen sehr exakt vorhersagen. So haben sich die technischen Bedingungen zum Beobachten der metallenen Mikrostrukturen bei hohen Beanspruchungen verfeinert und die Rechengeschwindigkeiten dermaßen erhöht, dass beispielsweise jede der vielen Millionen Kolbenbewegungen in einem Motor exakt zu erfassen ist - vor Jahren noch undenkbar. Die detaillierten Beobachtungsverfahren haben auch die Berechnungsmethoden zur Materialermüdung einen großen Schritt vorangebracht. Mit Hilfe ausgereifter Computerprogramme lässt sich die Lebensdauer von Werkstoffen bestimmen, so dass auch der tatsächliche Versuchsaufwand reduziert werden kann - für die Metallindustrie ein höchst interessanter Gesichtspunkt.

Am Ende des Forschungsprogramms steht fest: Diese Forschungsarbeiten tragen wesentlich dazu bei, dass die Vorhersage von Ermüdungserscheinungen sehr viel genauer geworden ist und somit die Sicherheit für Flugzeuge, Autos, Fahrräder und natürlich Maschinenbauteile aller Art erheblich erhöht werden kann. Diese Erkenntnisse werden sich in höheren Sicherheitsstandards für Werkstoffe auszahlen.

Weitere Informationen:

Universität Bremen / Institut für Werkstofftechnik
Fachbereich Produktionstechnik
Prof. Dr.-Ing. Reinhold Kienzler
Tel: 0421/218-2255

oder
Stiftung Institut für Werkstofftechnik
Dr. rer. nat. Hubert Bomas
Tel. 0421 218-5350
Email: bomas@iwt.uni-bremen.de

Kai Uwe Bohn | idw

Weitere Berichte zu: Lebensdauervorhersage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Technologievorsprung durch Textiltechnik
17.11.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS
17.11.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte