Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

54. Jahresversammlung ganz im Zeichen von Konsolidierung und Erneuerung

28.05.2003


Bundespräsident Johannes Rau zu Gast bei der 54. Jahresversammlung in Hamburg.



Die diesjährige 54. Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Hamburg steht ganz im Zeichen von Konsolidierung und Erneuerung. Vom 4. bis 6. Juni 2003 werden die Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft und ihre Gremien in finanziell angespannten Zeiten wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Wissenschaftsorganisation treffen. Zur Jahresversammlung werden rund tausend Teilnehmer erwartet. Höhepunkt der Tagung ist die Festversammlung am Freitag, den 6. Juni, um 10.00 Uhr im Festsaal des CCH Congress Centrums Hamburg, bei der auch Bundespräsident Johannes Rau sprechen wird.



Die Max-Planck-Gesellschaft ist eine unabhängige Wissenschaftsorganisation, die in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins organisiert ist. Ihre Jahresversammlung findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt. Im Zentrum steht in diesem Jahr ein umfangreiches Konsolidierungs- und Erneuerungsprogramm, das auch Schließungen von Forschungseinrichtungen und Institutsabteilungen vorsieht. Auf die Notwendigkeit tiefgreifender Strukturmaßnahmen hatte die Max-Planck-Gesellschaft bereits im Dezember 2002 hingewiesen.

Während der Jahresversammlung tagen die Entscheidungsgremien der MPG, der Senat und der Verwaltungsrat, sowie die drei Sektionen des Wissenschaftlichen Rats. Darüber hinaus tritt die Hauptversammlung der Mitglieder zusammen..

Zur Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft gehört der Öffentliche Vortrag. Prof. Dr. Svante Pääbo berichtet unter dem Titel "Der Mensch als ‚genmodifizierter Schimpanse’ - Unser Ursprung aus genetischer Sicht" am 4. Juni um 19.30 Uhr im Hauptgebäude der Universität Hamburg (Ernst-Cassirer-Hörsaal, Edmund-Siemers-Allee 1) über seine Forschung am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig.

Anlässlich der Jahresversammlung sprechen Wissenschaftler aus verschiedenen Max-Planck-Instituten traditionell auch zu einem jungen Publikum: Sie besuchen Hamburger Schulen und berichten über Ergebnisse der aktuellen Forschung. Das Interesse ist in Hamburg besonders groß: Noch nie haben so viele Schulen (54) so viele Referenten (86) mit insgesamt 121 Vorträgen angefordert. Die Themen reichen von "Synapsen - oder wie Nervenzellen miteinander reden" und "Evolution der Dummheit" über "Sternexplosionen, Jets und schwarze Löcher", "Einsteins krumme Touren" und "Kernfusion - Energieoption für die Zukunft" bis zum "Lauschangriff auf Ladendiebe", "Europäische Porträtkunst" oder "Sozialpolitik in Schweden - Beispiel für Deutschland?"

Auch die Zahl der jährlich mit der Otto-Hahn-Medaille geehrten Nachwuchsforscher aus verschiedenen Max-Planck-Instituten ist mit 40 so hoch wie nie zuvor. Diese nach dem Nobelpreisträger und ersten Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft benannte Auszeichnung wird für herausragende wissenschaftliche Leistungen an junge Forscher unter 30 Jahren verliehen und ist mit 2.600 € sowie der Förderung eines einjährigen Aufenthalts an einer Forschungseinrichtung im Ausland verbunden.

Als jüngste Doktorandin wird Dr. Ina Bornkessel aus dem Max-Planck-Institut für neuropsychologische Forschung, Leipzig, mit dem diesjährigen Dieter-Rampacher-Preis ausgezeichnet. Sie schloss ihre Promotion zum Thema "The Argument Dependency Model: A Neurocognitive Approach to Incremental Interpretation" mit 22 Jahren ab. Der Preis ist als Auszeichnung für eine Promotion in jungen Jahren mit einem Anerkennungsbetrag von 1.600 € verbunden.

Die Max-Planck-Gesellschaft ist der erkenntnisorientierten und anwendungsoffenen Grundlagenforschung in den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften verpflichtet. Sie greift vor allem zukunftsträchtige Forschungsrichtungen auf, die an den Universitäten noch keinen angemessenen Platz gefunden haben und dort wegen ihres interdisziplinären Charakters oder des nötigen langfristigen Aufwands weniger gut verwirklicht werden können. Auf diese Weise ergänzen sich Max-Planck-Institute und Universitäten wechselseitig.

Insgesamt betreibt die Max-Planck-Gesellschaft 80 Institute und Forschungseinrichtungen, 20 davon in den neuen Bundesländern. Sie beschäftigt über 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dazu rund 9.100 studentische Hilfskräfte, Doktoranden, Postdoktoranden und Gastwissenschaftler.

Der Gesamthaushalt der Max-Planck-Gesellschaft beläuft sich auf 1,25 Milliarden Euro. Die Mittel werden größtenteils vom Bund und den Bundesländern zu etwa gleichen Teilen aufgebracht.

| Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de
http://www.mpg.de/pri02/pri02128.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017
23.10.2017 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Die Zukunft der Luftfracht
23.10.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie