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Preis "Erfinder des Jahres 2002" - höchste technische Anerkennung bei Siemens vergeben

18.12.2002


Preise an innovative Köpfe für 2002 vergeben - v. Pierer: "Lebenselixier des Unternehmens"



Siemens hat im vergangenen Geschäftsjahr 2002 rund 7000 Erfindungen zum Patent angemeldet. Das ist eine Steigerung um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Überproportional stieg dabei der Auslandsanteil: Das Plus betrug hier 16 Prozent. Inzwischen wird jede vierte Erfindung außerhalb Deutschlands gemacht. Zwölf "Erfinder des Jahres" wurden am 17. Dezember von Vorstandschef Heinrich v. Pierer im Siemens Forum in München ausgezeichnet. "Innovationen standen am Beginn unserer Geschichte und sind auch heute noch das Lebenselixier unseres Unternehmens. Ohne den Einfallsreichtum unserer Erfinder gäbe es keine neuen Produkte. Wenn man bedenkt, dass Siemens über drei Viertel des Umsatzes mit Produkten macht, die jünger als fünf Jahre sind, dann wird schnell klar, dass wir Jahr für Jahr eine Menge neuer Ideen brauchen", sagte v. Pierer. Die Preisträger arbeiten in Erlangen (2), München (2), Nürnberg, Regensburg, Witten, Mailand, Peking und im kalifornischen Mountain View. Seit acht Jahren wird diese höchste technische Anerkennung bei Siemens vergeben.

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Neue Einspritztechnik für bessere Motoren

Zwei Erfinder haben maßgeblich zur Entwicklung der Diesel-Einspritztechnik mit so genannten Piezo-Injektoren beigetragen, die vor zwei Jahren in Serie gegangen sind. Inzwischen wurden mehr als zwei Millionen Injektoren hergestellt. Deren Herz, ein elektrokeramisches Vielschicht-Bauelement, verändert seine Länge, wenn eine Spannung angelegt wird. Mit Hilfe dieser Bewegung kann der Injektor in einen Verbrennungsraum innerhalb weniger zehntausendstel Sekunden bei einem Druck von 1600 Bar einen Kubikmillimeter Kraftstoff einspritzen - sogar mehrmals pro Arbeitstakt des Motors. Herkömmliche elektromagnetisch gesteuerte Systeme sind dafür zu langsam. Mit der neuen Technik sinken Verbrauch und Emissionen. Jetzt will Andreas Kappel aus München das Verfahren auch in Benzinmotoren anwenden, damit deren Verbrauch auf Dieselniveau sinkt. Außerdem arbeitet er an der Leistungssteigerung von Formel-1-Motoren. Der Regensburger Entwickler Achim Przymusinski hat für die Steuerung von Serienmotoren eine Software erarbeitet, welche die energiesparende Mehrfacheinspritzung im Zusammenwirken mit der Motorelektronik erst ermöglicht.

Elektronisches 3D-Auge sieht mit Laserblitz

Peter Mengel aus München hat mit seinem Team eine Kamera auf einem Chip gebaut, die in extrem kurzer Zeit dreidimensionale Bilder liefert. Das System funktioniert mit einem Lichtblitz im unsichtbaren Bereich des Spektrums und einem Sensor mit ultraschnellem elektronischen Verschluss. Aus der Zeit, die das Licht zum Objekt und zurück zum Sensor benötigt, wird das Bild errechnet. Mit der Technik, die zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme in Duisburg entwickelt wurde, soll eine Kamera arbeiten, die die Reaktion eines Airbags an die Sitzposition der Insassen anpasst.

Geschärfter Blick in den Körper

Die Magnetresonanztomographie (MR) ist eine wichtige Methode für die strahlenfreie schichtweise Untersuchung von weichem Körpergewebe, wie Leber, Muskeln oder Knorpel. Dabei werden die extrem schwachen Signale von Wasserstoffatomkernen aufgezeichnet, die ihre Ausrichtung in einem starken Magnetfeld ändern. Die Methode hängt von vielen Einstellparametern ab. Bisher konnte es sein, dass das nach der Messung erzeugte Bild keine ausreichenden Gewebekontraste hatte. Dann musste die Aufnahme mit anderen Parametern wiederholt werden. Michael Deimling aus Erlangen hat ein Verfahren entwickelt, das es erlaubt, die Kontraste eines Bildes auch nach der Messung zu optimieren. Das erleichtert Ärzten ihre Diagnose und spart Zeit bei der Untersuchung im Krankenhaus.

Dr. Norbert Aschenbrenner | idw
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/ct-bilder/erfinder2002

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