Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Antwort weiß das Netz

26.03.2002


Jeder Internet-Benutzer kennt das Problem: Suchmaschinen produzieren auf eine Anfrage hin Unmengen von Antworten, die auf dem Bildschirm als "Treffer"-Listen mit dahinter liegenden, elektronischen Verknüpfungen (Links) erscheinen. Der Großteil dieser Antworten ist meist nicht zu gebrauchen. Besonders chaotisch wird es, wenn Wörter Mehrfachbedeutungen wie zum Beispiel "Presse" oder "Ball" haben. Diesem Mangel rücken Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt mit dem sogenannten "Semantic Web" zu Leibe. Professor Dr. Rudi Studer vom Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) der Universität Karlsruhe erläutert: "Der Kerngedanke des semantischen Web besteht darin, die Bedeutung von Internet-Seiten für Computer so verstehbar zu machen, dass sie Sinnzusammenhänge finden können. Die maschinell erzeugten Erkenntnisse werden dann dem Nutzer für verschiedene Zwecke wie intelligentes Suchen und Surfen oder smarte Web Services zur Verfügung gestellt". Die Idee dazu stammt von Tim Berners-Lee, dem Erfinder des World Wide Web.

Wie internationale Forschungsarbeiten dieses intelligente Netz Stück für Stück realisieren, wollen Vortragende aus Forschung und Praxis beim

9. AIK-Symposium "Semantic Web" am 19. April in Karlsruhe

zeigen. Der universitätsnahe Verein Angewandte Informatik Karlsruhe (AIK) e.V. veranstaltet das Symposium. Für die Auswahl der Vortragsthemen zeichnet Studer mit seiner Forschungsgruppe Wissensmanagement verantwortlich.

Dr. Steffen Staab, wissenschaftlicher Mitarbeiter am AIFB, beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem "Semantic Web". Er erklärt die von der Wissenschaft derzeit verfolgten Forschungsansätze: "Über das heutige Web wird eine Ebene gelegt, die sich unter anderem auf Erkenntnisse der modernen Sprachwissenschaft stützt. Auf dieser Meta-Ebene befinden sich maschinenlesbare Meta- Informationen zum Inhalt der Seite, die hinter dem jeweiligen Link liegt". Die Metadaten sollen nach den Zielvorstellung der Wissenschaftler weitestgehend automatisch vom Web-System generiert werden. Die neue Technologie soll das Web nicht nur befähigen, in Zukunft vernünftige Antworten geben zu können, sondern langfristig auch, durch die sinnvolle Verknüpfung von vorhandenem Wissen neues Wissen zu erzeugen.


Nähere Informationen:

Gisela Schillinge, Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren, Tel. 0721/608-4750, E-Mail: gsc@aifbmail.aifb.uni-karlsruhe.de.

| Universität Karlsruhe

Weitere Berichte zu: AIFB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?
28.06.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Willkommen an Bord!
28.06.2017 | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungsnachrichten