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Das "Forum Offene Wissenschaft" an der Universität Bielefeld - Das Eigene und das Fremde

26.11.2001


"Das Eigene und das Fremde" lautet das Leitthema des "Forums Offene Wissenschaft" an der Universität Bielefeld im laufenden Wintersemester. Nächster Gast im Forum ist am 3. Dezember Cem Özdemir (MdB, Bündnis90/Die Grünen) mit dem Diskussionsbeitrag "Fremd ist der Fremde nur in der Fremde", um 18. 00 Uhr im Hörsaal 12 der Universität Bielefeld.

Die Idee dieses Experiments "Forum Offene Wissenschaft", das vor sechs Jahren von einigen Lehrenden, Studierenden und Bürgern ins Leben gerufen wurde, geht weit über das hinaus, was gewöhnlich mit interdisziplinären Lehrveranstaltungen und Ringvorlesungen erreicht wird. Es geht nicht einfach darum, fachspezifische Beiträge unter einem gemeinsamen Leitthema aneinanderzureihen und die Synthese der unterschiedlichen Perspektiven dann dem Hörer zu überlassen. Mit dem "Forum Offene Wissenschaft" ist eine mehrfache Öffnung gemeint: Öffnung der Fachwissenschaften untereinander, Öffnung der Wissenschaft gegenüber den anderen gesellschaftlichen Bereichen sowie der Universität gegenüber der Öffentlichkeit. Daher nimmt sich das Forum Offene Wissenschaft für jedes Semester zunächst ein wichtiges Themenfeld von öffentlichem Interesse vor und lädt als Referenten Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen der Universität Bielefeld und auch anderer Hochschulen, aber auch Studierendengruppen, Experten aus der Praxis, Politiker, Schriftsteller, Journalisten und Betroffene ein.

Dabei liegt den Veranstaltern besonders daran, in Form von Studierendenbeteiligungen, Debatten unter den Experten und Gesprächsrunden mit verteilten Rollen die Vielfalt der unterschiedlichen Perspektiven und deren Vermittlung in die einzelnen Lehrveranstaltungen selbst hineinzutragen. Den Bedarf an ausgezeichneter Sachkompetenz auf Spezialgebieten bezweifelt niemand; es geht den Veranstaltern darum, gerade auch an einer Universität, die zwar über das bekannte "Zentrum für interdisziplinäre Forschung" (ZiF) verfügt, aber nicht auch über ein Zentrum für interdisziplinäre Lehre, den Sinn für Komplexität und das Verständnis für Zusammenhänge an Hand von konkreten gesellschaftlichen Problemlagen einzuüben. Da dazu auch die Fähigkeit gehört, mit anderen Experten und mit Laien zu kommunizieren, bevorzugen die Veranstalter didaktisch und methodisch Lehrformen jenseits der monologischen Vorlesung, in denen komplementär oder kontrastiv über den Gegenstand verhandelt wird. Sie drängen jedenfalls auf gemeinverständliche und attraktive Präsentation, fördern die aktive Beteiligung seitens der Hörer und verstehen die anschließende Diskussion mit dem Publikum nicht als Anhang, sondern als gleichgewichtigen Bestandteil der Veranstaltung.

Dr. Gerhard Trott | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de/forum

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