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Internationales Expertentreffen der Psychopharmakologen in München

14.07.2008
Vom 13. – 17. Juli 2008 findet das 50jährige Jubiläum des ersten Kongresses des Collegium Internationale Neuro-Psychopharmacologicum (CINP) in München statt. Begangen wird dieses besondere internationale Highlight während des 26. Kongresses der Gesellschaft, der dieses Jahr in München auf dem Messegelände stattfindet. Der Kongress, der die Grundlagenforschung, Psychopharmakologie und die klinische Praxis vereinen möchte, steht dieses Jahr unter dem Motto des 50jährigen Geburtstages.

Der diesjährige Kongress wird das führende Treffen des Jahres 2008 auf dem Gebiet der Psychopharmakologie mit den wichtigsten und namhaftesten Wissenschaftlern aus aller Welt sein. Daher erwarten wir auch aufgrund des hohen wissenschaftlichen Anspruchs des Programms und der Attraktivität des Kongressortes mehrere tausend Teilnehmer aus der ganzen Welt.

Neben dem Präsidenten der Gesellschaft Prof. Torgny H. Svensson, Schweden, wird der Kongress vom Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität, Prof. Dr. Hans-Jürgen Möller, und PD Dr. Dan Rujescu organisiert. Darüber hinaus ist es für München ein weiteres Highlight, dass Prof. Möller zum zukünftigen Präsidenten der CINP-Gesellschaft gewählt wurde.

Dass die Wahl des Kongressortes auf Deutschland fiel, geschah auch als Anerkennung der langen Tradition, auf die die psychiatrische Forschung in Deutschland zurückblickt. Dafür stehen Namen wie Emil Kraepelin (1856-1926), der erste Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München oder Alois Alzheimer (1864-1915), der ebenfalls viele Jahre an dieser Psychiatrischen Universitätsklinik gewirkt hat. Darüberhinaus ist es eine große Ehre, Gründungsmitglieder der CINP Gesellschaft von 1957 auf dem Kongress beim „50th Anniversary“ Symposium begrüßen zu können. Insbesondere für München und die Psychiatrie ist hervorzuheben, dass der renommierte Forscher, Gründungsmitglied und frühere Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik der LMU München, Prof. Dr. Hanns Hippius, unter den Vortragenden sein wird. Sein Name ist eng verknüpft mit der Etablierung des bis heute vielfach eingesetzten Antipsychotikums Clozapin. So hat er während seiner aktiven Tätigkeit herausragende Forschungsarbeiten im Bereich der Neuropsychopharmakologie durchgeführt. Des Weiteren begrüßen wir auf dem Kongress Legenden der Neuropsychopharmakologie, wie Fridolin Sulser, Herman M. van Praag, Thomas A. Ban, Alec Coppen oder Arvid Carlsson, der 2001 zusammen mit Paul Greengard und Eric Kandel den Medizin-Nobelpreis für bahnbrechende Forschungen zur Signalübertragung im Nervensystem erhalten hat.

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Programm-Highlights

Das wissenschaftliche Programm deckt alle Aspekte moderner Neurowissenschaften, mit Grundlagen- als auch klinischen Fragestellungen ab. Das Programm beinhaltet neueste Erkenntnisse zu den meisten psychiatrischen Störungen und anderen neuropsychopharmakologischen Schlüsselthemen. Die neuesten Fortschritte aus den Bereichen klinischer Psychopharmakologie, bildgebender Verfahren, Genetik und Molekularbiologie werden in diesen Veranstaltungen integriert werden. Hervorzuheben ist beispielsweise, dass unter der Beteiligung der Psychiatrischen Klinik der LMU erstmalig ein innovativer Bluttest zur Diagnostik der Alzheimer Erkrankung einwickelt wurde. Prof. Dr. Harald Hampel wird diese Erkenntnisse erstmalig auf diesem Kongress vorstellen. Zudem ist die Entwicklung individualisierter Behandlungen ein zentrales Thema; es soll vorhergesagt werden, welche Patienten auf welche Therapie ansprechen ohne Nebenwirkungen zu entwickeln, auch hier ist die Psychiatrische Klinik der LMU an der Entwicklung maßgeblich beteiligt. Wichtige Erkenntnisse aus der so genannten Pharmakogenetik werden auf diesem Kongress vorgestellt, ebenso neue, innovative Behandlungsstrategien. Dies spiegelt sich auch in der Wahl der Plenarvorträge wider, für welche wir herausragende Forschungspersönlichkeiten aus der gesamten Welt gewinnen konnten, wie Prof. Arvid Carlsson, der über den Gehirnbotenstoff Dopamin sprechen wird, Prof. Florian Holsboer zur Thematik der personalisierten antidepressiven Behandlung, Prof. Robin Murray zur Zukunft der Klassifikationssysteme in der Psychiatrie und Prof. Torgny H. Svensson, der über neue antipsychotische Medikation berichten wird.

Ansprechpartner:

PD Dr. Dan Rujescu
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
am Klinikum der Universität München (LMU),
Nußbaumstr. 7, 80336 München
Tel. 089-5160 5756
Fax. 089-5160 5779
E-Mail: Dan.Rujescu@med.uni-muenchen.de
Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) werden an den Standorten Großhadern und Innenstadt jährlich rund 81.000 Patienten stationär, 12.000 teilstationär und 370.000 Patienten ambulant behandelt. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt 9.000 Beschäftigten sind rund 1.800 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2006 mehr als 58 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.

PD Dr. Dan Rujescu | Klinikum der Uni München
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de

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