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Dem demografischen Wandel erfolgreich begegnen: Zukunftsorientiertes Handeln aller Beteiligten gefordert

02.05.2008
Der demografische Wandel führt zu weitreichenden und nachhaltigen Konsequenzen für Unternehmen aller Branchen.

Rückläufige Bevölkerungszahlen sowie die Veränderung der Altersstruktur stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Dem Management kommt hierbei die Aufgabe zu, die Konsequenzen des demografischen Wandels schon heute zu antizipieren und die Weichen für die Zukunftsfähigkeit zu schmieden.

Vor diesem Hintergrund hat der Fachbereich Wirtschaft am 29. April im Aldi-Süd Hörsaal unter dem Motto "erfolgreich im demografischen Wandel" zu einer Fachtagung eingeladen.

In den verschiedenen Vorträgen ging es darum, künftig die sich aus der demografischen Entwicklung ergebenden Chancen, neue Bedarfs- und Absatzpotenziale sowie neu zu definierende Zielgruppen zu identifizieren. "Sie sollten mit angepassten Produkten, veränderten Kommunikations- und Vertriebskonzepten angesprochen und für das jeweilige Unternehmen erschlossen werden", erklärte Prof. Dr. Lothar Funk, der zusammen mit Prof. Dr. Andreas Diedrich den Wissenschaftsaustausch organisierte.

Die im Zuge der demografisch bedingten Veränderungen weniger zukunftsfähigen Geschäftsfelder schrumpfen. Für die dort gebundenen Ressourcen seien, so der Volkswirt weiter, neue Verwendungszwecke zu finden. "Das bedeutet für alle, umzudenken und möglicherweise auch schmerzliche Anpassungen anzunehmen", sind sich die beiden Experten im Einklang mit den Referenten sicher.

So gab Prof. Dr. Horst Peters zunächst einen demografischen Überblick über die Region. Seinen Ausführungen zu Folge bietet die Stadt Düsseldorf erhebliches Wachstumspotenzial. "Aber die soziale Komponente", machte der Dekan deutlich, "könnte sehr bedenklich werden, vor allem in puncto Altersarmut besteht dringender Handlungsbedarf." Im anschließenden Vortrag referierte Dr. Peter Janssen von der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände NRW über eine Initiative der Sozialpartner und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, bei der alternde Belegschaften wettbewerbs- und innovationsfähig gemacht werden sollen. Christine Flüter-Hoffmann vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln beschäftigte sich mit der lebenszyklusorientierten Personalpolitik im Kontext des demografischen Wandels.

Welche Konsequenzen die rückläufigen Bevölkerungszahlen für regional tätige Dienstleister zeitigen und ob sich Seniorenimmobilien als Renditeobjekt eignen - diesen Fragen gingen Prof. Dr. Andreas Diedrich und Prof. Dr. Rainer Jurowsky vom Fachbereich Wirtschaft der FH D nach. Abgerundet wurde die Tagung durch einen Vortrag des Dipl.Psychologen und Dipl.-Soziologen Eberhard G. Fehlau über betriebliches Gesundheitsmanagement und einer Abschlussdiskussion mit allen Referenten.

Fazit: Die Vorträge und die abschließende Diskussion zeigten einmal mehr, das die Folgen der veränderten Bevölkerungsstruktur bereits ab 2015 dramatische Formen annehmen und wie notwendig ein zukunftsorientiertes Handeln aller Beteiligten schon jetzt ist, machte Prof. Dr. Andreas Diedrich deutlich: "Das heißt, einerseits ist die Eigenverantwortung der Individuen und Unternehmen zur Bewältigung der demografischen Veränderungen gefordert". Andererseits, so der Betriebswirt, sei die Reichweite und Komplexität der Herausforderungen so groß, dass nur zwischen den Sozialpartnern und allen gesellschaftlichen Gruppen abgestimmte, generationsübergreifende Lösungen langfristig zum Erfolg führen.

Simone Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-duesseldorf.de

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