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Tsunamis aus dem Computer

25.02.2008
Frühwarnsystem soll Bewohner an indonesischen Küsten schützen
Dr. Jörn Behrens

Vortragsreihe "Eis und Meer" des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft am 5. März 2008, 19:30 Uhr, im Alfred-Wegener-Institut (Am Alten Hafen 26, Hörsaal) in Bremerhaven und am 6. März 2008, 19:30 Uhr, im Überseemuseum in Bremen

Lässt sich eine Naturkatastrophe wie der Weihnachts-Tsunami 2004 vorhersagen? Leider nein, aber eine frühzeitige Warnung kann helfen, viele Menschenleben zu retten. Tsunamis werden durch Erdbeben auf dem Ozean ausgelöst. Zunächst entsteht eine flache Welle, die aber sehr schnell auf die Küste zurast. Wenn sie den Strand erreicht, türmt sie sich zur Riesenwelle auf. Ist die Welle von Land aus zu sehen, ist es für eine Warnung zu spät. Ein Warnsystem muss also kleine Wellen schon auf dem offenen Meer erkennen können und schnell sein. Die bislang durchgeführten Erdbebenmessungen reichen allein nicht aus, da nicht jedes Beben zu einem Tsunami führt.

Einer Gruppe von Wissenschaftlern ist es nun gelungen, ein effektives Frühwarnsystem zu entwickeln, das die Küstenbewohner rechtzeitig und präzise vor den Monsterwellen warnen kann.

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Jörn Behrens wird in seinem Vortrag zeigen, wie Tsunamis entstehen und wie das Warnsystem funktioniert. Zudem wird er Tipps geben, wie man sich bei einem Tsunami auch ohne Vorwarnung richtig verhalten kann.

Mit diesem Vortrag beteiligt sich das Alfred-Wegener-Institut am Jahr der Mathematik. Die Wissenschaftsjahre werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Initiative Wissenschaft im Dialog veranstaltetet, um die verschiedenen Facetten der Wissenschaft in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Der Vortrag in Bremerhaven findet im Rahmen der Kooperation "Pier der Wissenschaft" statt. Der Eintritt für beide Vorträge ist frei.

Ihre Ansprechpartnerin in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Alfred-Wegener-Instituts ist Dr. Susanne Diederich (Tel. 0471/4831-1376, E-Mail: Susanne.Diederich@awi.de).

Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der fünfzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Das Alfred-Wegener-Institut gehört zur Pier der Wissenschaft in Bremerhaven. Die Pier der Wissenschaft ist das Markenzeichen eines Netzwerkes, das als Forum zur Entwicklung von Kooperationsprojekten im Dialog mit Wirtschaft, Kultur und der breiten Öffentlichkeit dient. Die Pier wird getragen von der Hochschule Bremerhaven, dem Alfred-Wegener-Institut, dem Historischen Museum Bremerhaven, dem Deutschen Schiffahrtsmuseum, dem Zoo am Meer, dem Designlabor, der Phänomenta, dem Deutschen Auswandererhaus und dem Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven. Unterstützt wird das Netzwerk vom Magistrat Bremerhaven, dem Stadttheater Bremerhaven, dem Lehrerfortbildungsinstitut und der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung.

Margarete Pauls | idw
Weitere Informationen:
http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/veranstaltungen/
http://www.pierderwissenschaft.de/

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