Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bald auch in Deutschland: Botulinum-Toxin gegen Migräne

08.09.2010
Mehr als 6000 Neuromediziner tagen im September auf der Neurowoche 2010 in Mannheim – Europas größter klinisch-neurowissenschaftlicher Fachkongress

Patienten mit chronischer Migräne könnte schon bald eine neue Therapieform zur Verfügung stehen: Botulinum-Toxin, allgemein besser bekannt von kosmetischen Anwendungen unter dem Namen „Botox“.

Zwei große Studien in den USA und Europa haben vor Kurzem die Überlegenheit des Bakteriengifts Botulinum gegenüber einem Scheinmedikament belegt. Gegenwärtig prüfen die Zulassungsbehörden, ob diese Behandlungsmethode von Ärzten routinemäßig zur Vorbeugung der Kopfschmerzattacken angeboten werden darf.

„Fällt das für die nächsten Wochen erwartete Urteil positiv aus, sollte auch in Deutschland einer Übernahme der Behandlungskosten durch die gesetzlichen Krankenkassen nichts mehr im Wege stehen“, sagt Prof. Hans-Christoph Diener (Essen) von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Weit mehr als eine Million Menschen sind in Deutschland von dieser immer wiederkehrenden schweren Form der Migräne betroffen. Das Botulinum-Gift kommt in der Neurologie bei mehreren Krankheiten zum Einsatz, etwa bei bestimmten Bewegungsstörungen, bei spastischen Lähmungen, beim Augenlidkrampf und einer krankhaften Neigung zum Schwitzen.

Einladung zur Pressekonferenz

Einzelheiten zu dieser neuen Migräne-Therapie werden auf der Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Neurologie am Mittwoch, 22. September 2010, 10.00-11.00 Uhr im Congress Center Rosengarten Mannheim einem breiteren Publikum vorgestellt, wie auch weitere aktuelle Trends der Neurologie: die Migräne-Therapie, wie man sich vor einem Schlaganfall schützen kann oder von welchen Fortschritten Multiples-Sklerose-Patienten bald profitieren werden. Direkt im Anschluss folgt von 11.00 bis 12.00 Uhr die Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie mit Schwerpunktthemen wie Hirntumorchirurgie und Wirbelsäulenoperationen. Im Pressezentrum unter http://www.dgn.org/presse.html können Sie sich vorab informieren und online akkreditieren.

Weltweit zweitgrößter Kongress klinisch-wissenschaftlicher Fachgesellschaften

Weitere neue Erkenntnisse in der Erforschung, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Gehirns und der Nerven sind das Thema der 83. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie im Rahmen der Neurowoche 2010. Zu dem weltweit zweitgrößten klinisch-neurowissenschaftlichen Kongress in Mannheim vom 21. bis 25. September werden mehr als 6000 Neuromediziner aus dem deutschsprachigen Raum erwartet

Pressezentrum DGN/ Neurowoche
c/o albertZWEI media GmbH
Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
Nina Meckel und Simone Nicklas
Tel: 089 461486-21 oder -24
Fax: 089 461486-25
E-Mail: presse@dgn.org
Web: www.dgn.org
Weitere Informationen im Internet:
Das wissenschaftliche Programm: www.dgn2010.de
DG für Neurologie: www.dgn.org
DG für Neuroradiologie: www.neuroradiologie.de
DG für Neurochirurgie: www.dgnc.de
Gesellschaft für Neuropädiatrie: www.neuropaediatrie.com
DG für Neuropathologie und Neuroanatomie: www.dgnn.de
Kampagne „Deutschland behält die Nerven“:
www.nerven-behalten.de
Nachwuchsorganisation: www.junge-neurologen.de

9 | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgn.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften