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Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin

15.01.2014
Vom 22. bis 24. Januar 2014 treffen sich Ärzte, Wissenschaftler, Pflegespezialisten, Therapeuten und interessierte Beschäftigte von NeuroIntensivstationen zur Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin (ANIM).

Die ANIM 2014 ist die 31. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr Schlaganfall und Hirnblutungen, Infektionen und Hygiene sowie Hirntod und Organspende.

Überdies beschäftigt sich die ANIM mit ethischen und juristischen Fragen, z.B. mit Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und der schwierigen Situation für Pflegende und Angehörige. Zu einigen dieser Schwerpunkte möchten wir Ihnen in einer Pressekonferenz die neuesten Forschungen und Entwicklungen vorstellen und erläutern.

Termin: 21. Januar 2014
Zeit: 13.00 Uhr
Raum: SR 105 auf Ebene 2
Ort: Convention Center Hannover, Deutsche Messe, Messegelände, 30521 Hannover
ANIM – was verbirgt sich dahinter?
Die Deutsche Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin führt zusammen mit der Deutschen Schlaganfallgesellschaft ihre Jahrestagung unter dem Kürzel ANIM durch. Beide setzen dabei auf den traditionsreichen Namen der „Arbeitsgemeinschaft für neurologische Notfallmedizin“, die nun vor fast 30 Jahren ihre jährlichen Treffen begründet hat.

Themen:

Schädel-Hirn-Traumata
Es gibt die Zahl von ca. 270.000 Schädelhirnverletzten im Jahr in Deutschland. Dies ist der Anlass das Schädel-Hirn-Trauma (SHT) zu einem der Kernthemen der Jahrestagung von Neurologen, Neurochirurgen und Neuro-Anästhesisten zu machen, so auch im Präsidentensymposium, das dem besonderen Problem der Beherrschung des Hirndrucks gewidmet ist. Nicht zuletzt das Beispiel des Rennfahrers Michael Schumacher zeigt, dass über 50% der SHT infolge von Stürzen auftreten, nur ca. 25% sind Folge eines Autounfalls. Das Zusammenwirken der drei Fachdisziplinen hat heute die Sterblichkeit der schweren SHT deutlich senken können. Ein Drittel der Fälle kann auch bereits am Ende der ersten Woche die Klinik verlassen. Gerade aber den schweren Fällen und deren Behandlungsoptionen sind viele Themen der Tagung gewidmet.
Herz und Hirn
Das Zusammenwirken und die Abhängigkeit von Herz und Hirn hat sich die diesjährige Tagung als besonderen Schwerpunkt gesetzt. Eine Vielfalt von kardiologischen Grunderkrankungen haben aufgrund von Rhythmusstörungen, Klappenerkrankungen oder Infarktfolgen am Herzen unmittelbare Auswirkungen auf die Durchblutung des Gehirns, entweder durch verminderte Blutversorgung oder durch Gerinselbildung mit nachfolgender Embolie. Gerade diese Embolien nehmen beständig zu, weil sie infolge der häufigsten im Alter vorkommenden Rhythmusstörung auftreten, dem Vorhofflimmern. Die unterschiedlichen präventiven und sekundär prophylaktischen Behandlungsmöglichkeiten sind eines der Top Themen der ANIM 2014. Eines der Kernthemen hierbei ist der Ersatz des Jahrzehnte lang verwendeten Cumarins (z.B. Marcumar®) durch moderne Antikoagulantien, die mehr und mehr Verwendung finden. Das Für und Wider wird in unserer Tagung einen breiten Raum einnehmen.
Hirntod und Organspende
Das Thema Organspende war leider in letzter Zeit durch die Unregelmäßigkeiten in wenigen Transplantationszentren negativ besetzt. Das darf aber nicht davon ablenken, dass für die auf Intensivstationen tätigen Pflegekräfte und Ärzte die Themen Hirntod und Organspende tägliche Aufgabenstellungen sind. Die Jahrestagung hat diese beiden Themen zentral in das wissenschaftliche und Fortbildungsprogramm gestellt, da die Sicherheit für die Patienten und ihre Angehörigen allen auf den Intensivstationen Tätigen besonders am Herzen liegt. Deswegen werden wir uns auf dieser Tagung besonders mit den Grenzen der Intensivmedizin und dem Update zur Hirntoddiagnostik vor dem Hintergrund der aktuellen Transplantationsgesetzgebung befassen.
Ethische und juristische Fragen in der Neurointensivmedizin
Die Mitarbeiter auf der Intensivstation empfinden in den letzten Jahren eine zunehmend wachsende Verantwortung im Umgang mit Patienten, aber auch mit Angehörigen, die in dieser Phase der Erkrankung weder Ihre auf die Erkrankung bezogenen Entscheidungen noch Ihre häuslichen oder beruflichen Dinge selbstbestimmt fällen können. Sowohl ethische als auch unmittelbar juristische Fragen sind im täglichen Behandlungsumfeld jederzeit nachvollziehbar und dokumentensicher zu fällen. Hierzu will die Jahrestagung den Kolleginnen und Kollegen eine Hilfestellung geben.

Gesprächspartner:

- Prof. Dr. med. Andreas Schwartz
Kongresspräsident, Chefarzt der Neurologischen Klinik am KRH Klinikum Nordstadt
- Prof. Dr. med. Andreas Ferbert
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurointensivmedizin (DGNI), Direktor der Klinik für Neurologie am Klinikum Kassel
- Prof. Dr. med. Jan-Peter Jantzen
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Neuroanästhesisten und Neurointensivmediziner (ADNANI), Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am KRH Klinikum Nordstadt
Pressekontakt:
Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH
Romy Held
Tel.: 03641 3116280
Mobil: 0173 5733326
E-Mail: romy.held@conventus.de

Wolfgang Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.anim2014.de

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