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Aktuelles aus der Tierseuchenforschung

21.06.2010
Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft tagt in Jena

Die Tagung der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft, Fachgruppe Bakteriologie und Mykologie, findet in diesem Jahr am Friedrich-Loeffler-Institut in Jena statt. Vom 22.-24.06. treffen sich 200 Tierseuchenforscher in der Saalestadt, um neue Erkenntnisse zur Epidemiologie und Diagnostik wichtiger bakterieller Krankheiten bei Tieren und zur antimikrobiellen Resistenz von Krankheitserregern auszutauschen.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen neueste Erkenntnisse aus Forschungsarbeiten zur Prophylaxe, Epidemiologie, Diagnostik, Pathogenese und Bekämpfung von Krankheiten bei Tieren, wobei auf Zoonosen, also Erkrankungen, die von Tieren auf Menschen übertragen werden können, ein besonderes Augenmerk gelegt wird. In 34 Vorträgen und 107 Postern werden die aktuellen Arbeiten präsentiert.

Eine bedeutende Zoonose, der einige Vorträge gewidmet sind, ist das Q-Fieber, das im Jahr 2005 auch in Jena auftrat. Damals kam es zu ca. 300 Krankheitsfällen bei Menschen, die vermutlich auf Schafe zurückzuführen sind, die sich in der Nähe einer Siedlung aufgehalten hatten. Q-Fieber wird durch das Bakterium Coxiella burnetii verursacht. Entzündungen der Atemwege, Grippesymptome sowie Veränderungen an den Herzklappen sind die wichtigsten Erkrankungen, die durch diesen Erreger beim Menschen ausgelöst werden. Das Reservoir für Coxiellen ist in erster Linie bei Wiederkäuern (Rind, Schaf, Ziege) zu suchen. Die Erreger werden besonders bei der Geburt von Lämmern und Kälbern freigesetzt und bleiben lange Zeit in der Umwelt infektiös.

Weitere Vortragskomplexe befassen sich mit epidemiologischen Fragen, klinischer und diagnostischer Mikrobiologie, Paratuberkulose, Immunologie und Vakzineforschung sowie der antimikrobiellen Resistenz veterinärmedizinisch relevanter Bakterien.

Der Tagungsort ist das Volksbad, Knebelstr. 10 und das vollständige Programm kann über die FLI-Webseiten unter Veranstaltungen abgerufen werden.

Dr. Christine Klaus | idw
Weitere Informationen:
http://www.fli.bund.de

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