Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Agrargiganten Russland und China und die globale Ernährungssicherung

13.01.2011
Symposium des IAMO bei der Grünen Woche

Die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln ist eine der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Welche Rolle die „Agrargiganten“ China und Russland hierbei in Zukunft spielen können und sollen, steht im Mittelpunkt eines Symposiums des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) bei der Grünen Woche.

Die Veranstaltung mit dem Titel „Agrargiganten Russland und China und die globale Ernährungssicherung“ findet am 21. Januar 2011, 13:00 bis 15:00 Uhr auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) im ICC Berlin statt.

China und Russland kommt in Zukunft für die Entwicklung der Weltagrarmärkte und die globale Ernährungssicherung sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite eine zentrale Bedeutung zu. Wie sind die nationalen Agrarsektoren Russlands und Chinas aufgestellt? Was muss getan werden, um brachliegende Produktionspotenziale besser zu nutzen? Mit welchen Herausforderungen sind die ländlichen Gebiete dieser Länder konfrontiert? Diesen und anderen Fragen soll auf der Veranstaltung nachgegangen werden.

Zunächst wird Thomas Glauben, Geschäftsführender Direktor des IAMO und Leiter der Abteilung Agrarmärkte, Agrarvermarktung und Weltagrarhandel, das Publikum begrüßen und in die Thematik einführen. Anschließend spricht William Liefert, als Agrarökonom für die Abteilung Märkte und Handel des Economic Research Service, U. S. Department of Agriculture, über die wachsende Bedeutung Russlands für die globale Landwirtschaft. Bereits heute gehört Russland zu den wichtigsten Exporteuren von Getreide, und das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium erwartet, dass Russland bis 2019 die USA als größter Weizenexporteur der Welt ablösen wird. Mit der Situation der chinesischen Landwirtschaft beschäftigt sich Klaus Supp, der von 2006 bis 2010 das Referat für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der Deutschen Botschaft in Peking leitetet. Er berichtet, wohin Agrarproduktion und ländliche Wirtschaftsentwicklung im Spannungsfeld von Wirtschaftsboom, Ressourcenverknappung und politischer Pluralisierung weisen und wo die Akzente staatlicher Steuerung liegen.

Jürgen Zeddies, Emeritierter Professor des Instituts für Landwirtschaftliche Betriebslehre der Universität Hohenheim, erörtert in seinem Vortrag zentrale Probleme, aber auch Entwicklungspotenziale der Landwirtschaft der beiden Länder und zieht Schlussfolgerungen zum jeweiligen Handlungsbedarf. Anschließend ist eine Podiumsdiskussion mit der Möglichkeit für das Publikum, Fragen an die Referenten zu richten, geplant.

Die Vorträge werden auf Deutsch und Englisch gehalten und simultan übersetzt. Die Teilnahme ist kostenfrei, der Zugang zum ICC ist ohne Ticket für die Grüne Woche möglich. Es ist jedoch notwendig, sich vorab auf der Internetseite des Global Forum for Food and Agriculture zu registrieren. Eine Programmübersicht sowie Kurzinformationen zu den Referenten liegen dieser Pressemitteilung bei.

Das Global Forum for Food and Agriculture wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Rahmen der Grünen Woche gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ausgerichtet. 2011 steht es unter dem Schwerpunkt „Handel und Sicherung der Welternährung: Global – Regional – Lokal“.

Über das Symposium hinausgehend präsentiert sich das IAMO auf der Kooperationsbörse des GFFA am 22. Januar 2011 (9:00 bis 15:00 Uhr) mit einem eigenen Stand.

Rebekka Honeit | idw
Weitere Informationen:
http://www.gffa-berlin.de
http://www.iamo.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen
22.11.2017 | Hochschule Hannover

nachricht Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI
22.11.2017 | Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften