Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Abfall - Hinterlassenschaft oder Ressourcenreservoir?
51. Tutzing-Symposium

13.03.2012
Recycling, Verwertung, Ressourcenschonung, Materialeffizienz - Abfall und Rohstoffnutzung gehen Hand in Hand.

Beim 51. Tutzing-Symposium vom 22.-25. April 2012 werden aktuelle Fragen und künftige Richtungen der Abfallwirtschaft diskutiert. Vorträge zu Ressourcenstrategien, Klimaschutz, Bewertungsmethoden und Abfallwirtschaftskonzepte dienen dabei als Ausgangspunkt.

Den roten Faden bildet der Entwurf der VDI-Richtlinie 3925 "Werkzeuge zur Bewertung von Abfallbehandlungsverfahren", in den die Ergebnisse des Symposiums einfließen sollen. Die Veranstaltung richtet sich an Technologieanbieter, Forscher, Entwickler, Planer und Behörden, die mit nachhaltiger Abfallwirtschaft befasst sind.

Abfall ist schon immer ein wichtiger Bestandteil unseres Wirtschaftens und des nachhaltigen Umweltschutzes. Auch hinter den aktuellen Diskussionen um Recycling, Verwertung, Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft oder Materialeffizienz verbirgt sich der Umgang mit Abfällen. Heute werden in den USA pro Tag 2 kg Hausmüll pro Einwohner produziert, der größte Teil davon wird nach wie vor deponiert. Auch in der sogenannten "Dritten Welt" und den Schwellenländern fallen 0,5 kg Abfälle pro Person und Tag an, die meistens einer nicht an Umweltschutz- oder Nachhaltigkeitsprinzipien ausgerichteten Abfallwirtschaft unterliegen. In Europa gibt es zwar Bemühungen eine anspruchsvolle Abfallstrategie einzuführen, aber bisher erfüllen nur wenige Staaten die Kriterien für eine "geordnete Abfallwirtschaft mit hohen Standards".

Wie bewertet man Abfallbehandlungskonzepte unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit transparent und nachvollziehbar? Wie kann man sie in nachhaltige Strategien einbinden? In der EU gilt hierfür die mittlerweile 5-stufige Abfallhierarchie. Alternativ zur Abfallhierarchie wenden Naturwissenschaftler, Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler auch Bewertungsmethoden an, die in den letzten Jahren bahnbrechende Fortschritte gemacht haben.

Die Diskussionen über die bevorzugten Technologien werden unter Fachleuten traditionell mit besonderer Leidenschaft geführt. Als Fachleute kann man hierbei den Verantwortlichen einer 120l-Mülltonne oder auch die auf diesem Gebiet tätigen Wissenschaftler verstehen. Die Letzteren beschäftigen sich im Detail mit Systemgrenzen, Massen- und Stoffbilanzen, Energie- und Exergiebilanzen, Ökobilanzen sowie Ökoeffizienz- und Kosten-Nutzen-Analysen.

Auf dem Symposion "Abfall - Hinterlassenschaft oder Ressourcenreservoir?" werden aktuelle Fragen und künftige Richtungen der Abfallwirtschaft interdisziplinär diskutiert. Der Charakter der Veranstaltung ist - in der Tradition der Tutzing Symposien - keine reine Vortragsveranstaltung. In dem Auditorium und den Salons der Evangelischen Akademie Tutzing, direkt an den Ufern des Starnberger Sees, werden die Diskussionen einen großen Raum einnehmen.

Die Ergebnisse des Symposions fließen in den Entwurf der VDI Richtlinie 3925 ein. Diese Richtlinie wird in Zusammenarbeit mit der ProcessNet-Fachgruppe "Abfallbehandlung und Wertstoffrückgewinnung" erstellt. Parallel dazu werden aktuelle und künftige Entwicklungsbedarfe identifiziert, diskutiert und fließen in die weitere Arbeit der Gremien, auch mit Blick auf die Forschungsförderung, ein.

Dr. Kathrin Rübberdt | idw
Weitere Informationen:
http://www.dechema.de/
http://www.processnet.org/tusy51.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen