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7. Kongress: Forum Life Science 2011- Biowissenschaften für innovative Lösungen

10.02.2011
Internationaler Kongress mit Ausstellung am 23.-24. März 2011, Technische Universität München, Garching
• Neue Therapien für komplexe Erkrankungen
• Strategien für eine globale Ernährungssicherung
• Bioökonomie als Basis für neue Rohstoffe und Produkte
Die Zunahme chronischer Erkrankungen, ausreichende Nahrungssicherung für eine wachsende Weltbevölkerung, nachhaltiges Wirtschaften bezüglich Rohstoffen und Energie – dies sind globale Herausforderungen von heute und morgen.

Der siebte internationale Kongress „Forum Life Science“ am 23.-24. März 2011 an der Technischen Universität München in Garching präsentiert neueste Ergebnisse und Forschungsansätze sowie wirtschaftliche Chancen durch deren Anwendung in Pharma, Food und industrieller Biotechnologie.

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil: „Bayern ist deutschlandweit führend in den Life Sciences. Das gilt nicht nur für den Einsatz von biotechnologischen Verfahren bei der Entwicklung neuartiger, sehr spezifischer Wirkstoffe für Diagnostik und Therapie. Auch die chemische Industrie im Freistaat hat eine technologische Führungsrolle in der Industriellen Biotechnologie. Der Einsatz biotechnologischer Verfahren in der chemischen Produktion ermöglicht die Verwendung nachwachsender Rohstoffe und leistet insgesamt einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Die Anwendung der Biowissenschaft in der Wirtschaft ermöglicht also eine Vielzahl neuartiger Produkte zum Wohle der Menschen.“

Der Kongress wird von der Bayern Innovativ GmbH, Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer des Freistaates, konzipiert und organisiert und durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert.

Plenum
Der Fortschritt in den Life Sciences wird stark von der Wissenschaft geprägt. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit über Fakultäts- und Institutsgrenzen hinweg ist in einzigartiger Weise an der Technischen Universität München gegeben Dies wird deren Präsident, Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann, in seinem Grußwort und einführendem Statement herausstellen.

Dann wird Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch in seinem Beitrag die Bedeutung von Biotechnologie und Life Sciences für den Forschungsstandort Bayern darlegen.

Die Erweiterung der biogenen Rohstoffbasis in der chemischen Industrie ist einer der thematischen Schwerpunkte der Plenarveranstaltung.

Dr. Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender der Wacker Chemie AG, zeigt Strategien für die Integration biotechnologischer Prozesse in der chemischen Wertschöpfungskette, vom Ersatz fossiler Ressourcen bis hin zu neuen Produkten. Auf diesem Weg zu einer biobasierten Ökonomie, vor allem aber auch für eine ausreichende Verfügbarkeit von Nahrung, leistet die moderne Pflanzenbiotechnologie einen wesentlichen Beitrag, wie BASF Vorstandsmitglied Dr. Stefan Marcinowski darlegen wird.

Das Verständnis der Zusammenhänge von Ernährung und Gesundheit bietet neue Ansätze für gesundheitsfördernde Nahrungsmittel und damit auch für die Prävention ernährungsbedingter Krankheiten. Prof. Dr. Jimmy Bell (Imperial College London) wird jüngste Erkenntnisse zu molekularen Wechselwirkungen präsentieren, gewonnen durch modernste Verfahren der Bildgebung.

Mit Hilfe der Systembiologie werden Abläufe und Prozesse in Zellen und Organen entschlüsselt. Diese neuen Erkenntnisse werden weiteren Fortschritt in Produkten und Verfahren der Life Sciences bewirken. Davon ist Prof. Dr. Patrick Cramer vom Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München überzeugt.

Über 60 Referenten aus elf Ländern konnten gewonnen werden. Vertreten sind Experten aus Unternehmen wie z. B. AMSilk, Angiochem, B.R.A.I.N., Bioamber, Corimmun, Danone, DSM, Evonik Degussa, Kraft Foods, Nestlé, Roche, Sanofi-Aventis Deutschland, Siemens, Süd-Chemie, Unilever, und von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Vereinigungen wie der Brazilian Sugarcane Industry Association, Chulalongkorn University Bangkok, European Medicines Agency, der ETH Zürich, Fraunhofer-Instituten, dem Helmholtz Zentrum München, The Hebrew University of Jerusalem, der Universitäten München, Bayreuth, Erlangen-Nürnberg, Halle-Wittenberg und University of Dundee.

Erwartet werden rund 1.000 Teilnehmer aus 20 Ländern aus Europa, Nordamerika und Asien.

Parallele Vortragsreihen
Pharma Development – Die Vortragsreihe behandelt Strategien für neue Therapien, insbesondere zur Behandlung komplexer Erkrankungen wie Diabetes oder Krebs, sowie neue Ansätze zur Adressierung krankheitsrelevanter Zielstrukturen. Der zweite Tag widmet sich neuen Entwicklungen bezüglich Personalisierter Medizin und Biomarker, dem Einsatz von Stammzellen sowie Trends in Regenerativer Medizin.

Food & Nutrition – Einen Schwerpunkt bildet erstmals die globale Ernährungssicherung. Diskutiert werden Bedarf und zielgerichtete Versorgung sowie Kooperationsstrategien für eine verbesserte regionale Wertschöpfung in Entwicklungsländern. Die Wechselwirkung von Ernährung und Gesundheit, Innovative Lebensmittel und deren Marktzugang sind Themen am zweiten Kongresstag.

Industrial Biotechnology – Erweiterung der Rohstoffbasis durch neuartige Prozesse und Verfahren für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe sowie neue Wertschöpfung durch biotechnologische Verfahren werden im ersten Themenkomplex beleuchtet. Dem schließen sich aktuelle Entwicklungen und Marktperspektiven für biobasierte Produkte an, von natürlichen Lebensmittelinhaltsstoffen bis hin zu Biopolymeren als neuartige Materialien.

Begleitende Fachausstellung
Über 100 Aussteller haben sich angemeldet; die Ausstellung ist damit bereits ausgebucht. Die Unternehmen, Institute und Organisationen aus ganz Deutschland präsentieren ihre Entwicklungskompetenz mit zukunftsweisenden Technologien und mit neuen Produkten sowie Dienstleistungen aus den Bereichen Wirkstoffentwicklung, präklinische und klinische Testung, Bio- und Lebensmittelanalytik, Bioinformatik und Nanotechnologie, Bioverfahrenstechnik und Prozessoptimierung sowie aus dem Bereich Nachwachsender Rohstoffe.

Des Weiteren werden neueste wissenschaftliche Ergebnisse in über 50 Posterbeiträgen präsentiert.

Ziele des Kongresses
Dieser im Abstand von zwei Jahren ausgerichtete internationale Kongress vermittelt Information über neueste Entwicklungen aus Wirtschaft und Wissenschaft und ermöglicht den aktiven Austausch von Erfahrungen. Daraus lassen sich gezielt neue interdisziplinäre Kooperationen anbahnen – für die nächste Generation innovativer Produkte in den Life Sciences.

Zielgruppen sind Experten und Anwender der Biotech-, Chemie-, Pharma-, und Lebensmittelindustrie sowie der Agrarwirtschaft, der Analytik, des Anlagenbaus und der Verfahrenstechnik.

Prof. Dr. Josef Nassauer, Geschäftsführer Bayern Innovativ GmbH, Nürnberg: „Auf dem `Forum Life Science´ werden wieder aus einem weitem Spektrum von Disziplinen neueste Entwicklungen vorgestellt und themenspezifisch zusammengeführt und vernetzt. Dies gelingt durch die langjährige Netzwerktätigkeit der Bayern Innovativ GmbH nicht nur in den Life Sciences, sondern in insgesamt zehn Zukunftsfeldern. Dadurch wird auf dem Kongress ein intensiver Austausch über etablierte Technologien und Branchen der Life Sciences hinaus möglich. Diese Chancen bedeuten einen signifikanten Mehrwert für die teilnehmenden Firmen und Institute. Denn so entstehen völlig neue Kontakte und Konstellationen für zukünftige Zusammenarbeit, essentielle neuen Impulse für Innovationen von morgen.“

So unterstützt dieser Kongress in besonderer Weise die Cluster-Offensive mit den bayernweiten Clustern Biotechnologie, Ernährung, Chemie und Medizintechnik.

Hinweise

Am 23. März 2011 findet um 11:30 Uhr die Inauguration des Forschungszentrums für Weiße Biotechnologie der TU München statt.

Die Pressekonferenz zum „Forum Life Science“ ist anschließend für 12:30 Uhr angesetzt. Anfang März erhalten Sie hierzu eine gesonderte Einladung.

Ebenfalls am Mittwoch, 23. März 2011, gibt es ab 19:00 Uhr für die Teilnehmer aus aller Welt und für Repräsentanten der Region einen Staatsempfang in der Residenz München.

Dr. Petra Blumenroth | idw
Weitere Informationen:
http://www.bayern-innovativ.de/fls2011

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