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13. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (DNEbM)

01.03.2012
Patientenorientierung und Patientenbeteiligung: Von Macht und Machtlosigkeit
Wir laden Sie herzlich zu einer Pressekonferenz am Donnerstag, 15. März 2012 um 16.30 Uhr ein.
Ort: Hauptgebäude der Universität Hamburg,
AS-Saal, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg
Das Thema Patientenorientierung und Patientenbeteiligung ist ein wichtiger Schwerpunkt des Kongresses.
Derzeit wird in Deutschland der Entwurf für ein Patientenrechtegesetz diskutiert, den Bundesjustiz- und Bundesgesundheitsministerium vorgelegt haben. Der Gesetzgeber will die Rolle der Patientinnen und Patienten in der Gesundheitsversorgung stärken. “Die wissenschaftsbasierte Information und Beteiligung der Patienten und Patientinnen an medizinischen Entscheidungen sind in diesem Gesetz nicht genügend berücksichtigt,“ kritisiert Professor Dr. Ingrid Mühlhauser vom Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (DNEbM) e.V.

Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin setzt sich dafür ein, dass alle Bürgerinnen und Bürger eine gesundheitliche Versorgung erhalten, die auf bester wissenschaftlicher Erkenntnis und informierten Entscheidungen beruht.

Eine wichtige Voraussetzung für informierte Entscheidungen sind verständliche, wissenschaftlich begründete Patienteninformationen und Entscheidungshilfen, die gemeinsam mit Patienten- und Verbrauchervertretern erarbeitet werden. Sie zu erstellen ist sehr aufwändig und kostenintensiv. Es gibt in Deutschland evidenzbasierte Gesundheitsinformationen zu vereinzelten Themen, aber bei weitem nicht zu allen Gesundheitsfragen. Außerdem fehlen Strukturen zur systematischen Erarbeitung und Verbreitung dieser Informationen. Das DNEbM hat mit der „Guten Praxis Gesundheitsinformation“ für wissenschaftlich begründete Informationen Anforderungen definiert und konsentiert und setzt sich dafür ein, dass diese auch in der Praxis umgesetzt werden.

Patientinnen und Patienten sind in gesundheitspolitischen Entscheidungsgremien wie zum Beispiel dem Gemeinsamen Bundesausschuss vertreten oder an der Entwicklung von Nationalen Versorgungsleitlinien und Patientenleitlinien beteiligt. Voraussetzung dafür ist ihre Unabhängigkeit von den Interessen der Industrie. Das DNEbM unterstützt deshalb Patientenvertretungen in ihrer Forderung nach besserer finanzieller Ausstattung. Es lehnt die Einflussnahme der Pharmaindustrie ab, die gezielt einzelne Patientengruppen finanziell und logistisch unterstützt.

Gemeinsam mit Vertretern und Vertreterinnen von Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen entwickelt das DNEbM Lösungsmöglichkeiten, damit Kranke zukünftig auf der Grundlage bester wissenschaftlicher Erkenntnis und informierter Entscheidung behandelt werden.

Ihre Gesprächspartner auf der Pressekonferenz sind:

• Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser, Kongresspräsidentin, Universität Hamburg, „Wie die Patienten evidenzbasiert informiert und an Entscheidungen beteiligt werden müssen“

• Dr. med. Monika Lelgemann, Vorsitzende des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS) “Wie das EbM-Netzwerk die Gesundheitsversorgung verbessern will“

• Udo Ehrmann, Selbsthilfe Prostatakrebs, Bremen “Was die Patienten und Patientinnen fordern“

• Gudrun Kemper, Breast Cancer Action Germany, Berlin “Wie die Patienten und Patientinnen beteiligt werden wollen“

In jedem Jahr vergibt das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin zwei wichtige Preise: den David-Sackett-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der evidenzbasierten Medizin und Gesundheitsversorgung und den Journalistenpreis für herausragende journalistische Arbeiten, in denen Prinzipien der Evidenzbasierten Medizin eine zentrale Rolle spielen. Die Preisträger 2012 werden zur Pressekonferenz ebenfalls bekannt gegeben.
Ein Angebot speziell für Journalisten bietet das Netzwerk am 15. März, von 17 bis 20 Uhr mit dem Workshop: „Qualitätsstandards im Medizinjournalismus: Wie der Medien-Doktor journalistische Beiträge bewertet“ unter Leitung von Dr. Klaus Koch (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Medizin), Marcus Anhäuser (Mediendoktor, Online-Portal zur Bewertung der Medizinberichterstattung) und

Prof. Holger Wormer (Medienwissenschaftler, TU Dortmund).

Falls Sie an einer kostenlosen Kongressteilnahme Interesse haben, können Sie sich unter Vorlage eines gültigen Presseausweises anmelden unter http://www.ebm-kongress.de/presse/. Oder Sie wenden sich an Constanze Weismantel, Registrierung und Konferenzmanagement, Tel: 040 - 42838 6177, constanze.weismantel@uni-hamburg.de

Wir freuen uns, Sie zur Pressekonferenz zu begrüßen. Bitte melden Sie sich mit dem angehängten Antwortbogen an - dort können Sie auch Interview-Wünsche eintragen.

Das gesamte Kongressprogramm finden Sie unter http://www.ebm-kongress.de.

Pressekontakt
Karsta Sauder
Leitung der Geschäftsstelle
Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin DNEbM e.V.
c/o Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ)
TiergartenTower, Straße des 17. Juni 106-108
10623 Berlin
Tel: 030-4005-2506, Fax: 030-4005-2555,
E-Mail: sauder@azq.de , http://www.ebm-netzwerk.de,
Das Hauptthema der 13. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin e. V. lautet „Komplexe Interventionen – Entwicklung durch Austausch“. Neben dem Schwerpunkt Patienteninformation und –beteiligung sind Ausbildung in EbM und Kritische Gesundheitsbildung weitere zentrale Themen. Zu dem Kongress werden rund 500 Teilnehmer und Teilnehmerinnen erwartet.

Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (DNEbM) e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, dem Ärzte und Ärztinnen, Gesundheitswissenschaftlerinnen und andere Akteure aus dem Gesundheitsbereich angehören, die sich für eine Evidenzbasierte Medizin und Gesundheitsversorgung einsetzen.

Karsta Sauder | idw
Weitere Informationen:
http://www.ebm-kongress.de
http://www.ebm-netzwerk.de/

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