Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Öldampf in der Industrie effizient absaugen

10.05.2017

Bis Aluminium zu Blechen und Folien wird, durchläuft das Metall mehrere Warm- und Kaltwalzprozesse. Aufgesprühte Walzöle kühlen und schmieren dabei die Arbeitswalzen und verhindern im Verarbeitungsprozess Beschädigungen am dünnen Metallband. Das BINE-Projektinfo „Dunstabsaugung im Walzwerk“ (05/2017) stellt eine neue Absaughaube für die verdampften Walzöle vor. Durch die Anlage kann ein typisches Walzwerk nach Berechnungen pro Jahr bis zu 330.000 kWh elektrischer Energie einsparen.

Beim Kaltwalzen von Aluminium weniger Energie verbrauchen


Die Absaughaube arbeitet nach dem Push und pull Prinzip. Dabei wird ein Saugspalt, der im Inneren der Haube U-förmig umläuft, durch einen entsprechenden Zuluftspalt unterhalb des Bandlaufs ergänzt.

© Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG

Die neue Absaughaube ist – im Vergleich zu älteren Anlagen – in der Lage, den Öldunst mit reduzierter Ventilatorleistung der Rückgewinnung zuzuführen. Bisher konnten beim Kaltwalzen von Aluminium Absauganlagen die kontaminierte Luft nur ungerichtet abführen.

Dadurch mussten große Luftvolumina mit entsprechender Ventilatorleistung bewegt werden. Die neue Absaughaube kann durch eine verbesserte Form der Zuluftführung und Absaugung den Öldunst jetzt gerichtet absaugen. Dies halbiert Abluftvolumen und Ventilatorleistung.

Bei Kaltwalzstraßen in der Aluminiumindustrie sind die Absauganlagen nach dem Antrieb der Walzen mit etwa 20 % der zweitgrößte Energieverbraucher.

Walzöle sind kerosinähnliche Kohlenwasserstoffe, die je nach gewünschtem Aluminiumprodukt noch spezielle Additive enthalten. Die Öle werden beim Kaltwalzen aufgesprüht und verdampfen teilweise.

Dieser Öldunst muss aus der Umgebungsluft der Walzanlagen wieder abgesaugt werden, um die Luftqualität in den Werkshallen zu gewährleisten, die mögliche Anreicherung unter der Explosionsgrenze zu halten und das teure Arbeitsmittel wiederzugewinnen. Die Projektleitung lag bei der Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG.

Das BINE-Projektinfo ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info  oder 0228 – 92379-0.

Pressekontakt

BINE Informationsdienst
Uwe Milles/Birgit Schneider
Tel. 0228/9 23 79-26/-28
Fax 0228/9 23 79-29
E-Mail presse@bine.info
Kaiserstraße 185-197
53113 Bonn
http://www.bine.info

Hinweis für Redaktionen

Diesen Pressetext, eine PDF-Datei der Broschüre und eine druckfähige Grafik-Datei des Covers sowie weiteres Bildmaterial finden Sie unter

http://www.bine.info/presse/pressemitteilungen/aktuell/pressemitteilung/oeldampf...

in unserem Pressebereich. Bitte senden Sie uns bei Verwendung ein Belegexemplar.

BINE Informationsdienst ist ein Service von FIZ Karlsruhe und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die im öffentlichen Auftrag weltweit publizierte wissenschaftliche Information zugänglich macht und entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung stellt. FIZ Karlsruhe
hat die Aufgabe, den nationalen und internationalen Wissenstransfer und die Innovationsförderung zu unterstützen.

Weitere Informationen:

http://www.bine.info/en - BINE Information Service - Energy research for practical applications
http://www.twitter.com/bineinfo - Schnell, schneller, Twitter - @BINEInfo
https://www.facebook.com/BINE.Informationsdienst - Auch auf Facebook
https://www.instagram.com/bineinfo/ - Bilderstories auf Instagram

Rüdiger Mack | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wenn Seen ins Schwitzen kommen: Aktuelles IGB Dossier erläutert die Folgen des Klimawandels
26.04.2018 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Bestände des invasiven Kalikokrebses reduzieren und heimische Arten schützen
24.04.2018 | Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltrekord an der Uni Paderborn: Optische Datenübertragung mit 128 Gigabits pro Sekunde

26.04.2018 | Informationstechnologie

Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Berner Mars-Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

26.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics