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Forschung für eine sichere Wasserversorgung

19.03.2009
Am Sonntag, den 22. März, erinnert der internationale Weltwassertag daran, dass sauberes Süßwasser auf unserem Planeten zur knappen Ressource geworden ist. Auch Dürren und Hochwasser richten in einer dicht besiedelten Welt mehr Schaden an als je zuvor.

Im Forschungsbereich Erde und Umwelt arbeiten Helmholtz-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler an Lösungen für diese Probleme. Gemeinsam mit Partnern aus anderen Ländern und in multidisziplinären Teams nehmen sie dabei die biologischen Aspekte genauso wie die ökonomischen und rechtlichen Randbedingungen unter die Lupe.

"Ziel dieser Forschung ist nicht nur, die Zusammenhänge besser zu verstehen, sondern auch konkrete Empfehlungen für eine nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser zu entwickeln", sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

Wir haben für Sie eine Auswahl an Forschungsprojekten aus Helmholtz-Zentren zu Themen wie Wassermanagement, Gewässerreinhaltung, Hochwasserschutz und Klimaforschung zusammengestellt. Ausführlichere Informationen, Kontaktadressen, Bildmaterial und weiterführende Links finden sie in der virtuellen Pressemappe unter dieser Adresse: http://www.helmholtz.de/weltwassertag2009-pressemappe

WASSERMANAGEMENT

Nachhaltige Wasserversorgung für Brasilia und andere Regionen
Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung - UFZ haben ein deutsch-brasilianisches Projekt gestartet, um Systemlösungen für Wasserprobleme in Lateinamerika, Osteuropa, Zentralasien, Südostasien und den Mittleren Osten zu entwickeln.
GOODWATER ITN: Fachkräfte für umweltverträgliches Grundwassermanagement
In dem EU-Programm 'Goodwater Initial Training Network' (ITN) werden Fachkräfte auf dem Gebiet der Grundwasserforschung und -verwaltung ausgebildet. Das Helmholtz Zentrum München ist federführend an diesem Projekt beteiligt.
Projekt: Wasser 2050 - Chancen für die deutsche Wasserwirtschaft
Ein Konsortium aus Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, Institut für sozial-ökologische Forschung und Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung untersucht, wie Wassertechnologie hilft und welchen Beitrag die deutsche Wirtschaft leisten kann.
Wasser in Zentralasien - Von Klimawandel bis Wassermanagement
Das Forschungsnetzwerk "Water in Central Asia" (CAWa) soll ein grenzüberschreitendes Wasserressourcenmanagement in fünf zentralasiatischen Staaten erarbeiten und zentralasiatische Fachkräfte weiterbilden. Am CAWA-Konsortium sind die Helmholtz-Zentren AWI und DLR beteiligt, die Federführung hat das Helmholtz-Zentrum Potsdam -Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.
Knappes Wasser effizient nutzen: Projekt SMART
Experten des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung entwickeln ein nachhaltiges Wassermanagement für das Grenzgebiet zwischen Jordanien, Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten, um die Trinkwasserversorgung zu sichern.

GEWÄSSERREINHALTUNG / SCHADSTOFFBELASTUNG

"Hot spots" für den Abbau von Schadstoffen im Grundwasser
Grundwasserökologen des Helmholtz-Zentrums München haben so genannte "hot spots" im Grundwasser nachgewiesen, in denen der Abbau von Schadstoffen durch mikrobiotische Prozesse besonders effizient ist.
Die Elbe im Wandel
Neben Hochwasserereignissen könnten in Zukunft auch niedrigere Wasserstände im Einzugsgebiet der Elbe häufiger auftreten, was zum Anstieg von Schadstoffkonzentrationen führen würde, zeigt eine UFZ-Studie.
Trinkwasser des Gaza-Streifens stark mit Nitrat belastet
90 Prozent der Wasserproben im Gazastreifen weisen Nitratkonzentrationen auf, die zwei bis achtmal höher waren als der empfohlene Grenzwert, zeigten Wissenschaftler der Universität Heidelberg und des UFZ.
Neues Testverfahren zur Grundwassersanierung mittels Pflanzenkläranlagen
Am Rande der alten Raffinerie Leuna wird seit 2007 eine Pilotanlage zur Sanierung des belasteten Grundwassers betrieben, in der UFZ-Wissenschaftler verschiedene naturnahe Verfahren in der Praxis testen.

HOCHWASSER

Hochwasserschadensdatenbank HOWAS 21 online
Mit der Hochwasserschadensdatenbank HOWAS 21 wurde von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum eine Datengrundlage für Hochwasserschäden geschaffen.
Neues Informationssystem für den Hochwasserschutz in Bitterfeld
Ein internetgestütztes Entscheidungshilfesystem des UFZ ermöglicht jetzt bessere Vorhersagen, wie hoch das Wasser nach einem Deichbruch steht. Zusätzlich gibt das System Auskunft über Schadstoffbelastungen durch das Hochwasser.
Flächenversiegelung & Grundwasser
Durch die zunehmende Versiegelung steigt das Hochwasserrisiko, belegen Studien des UFZ.

KLIMAWANDEL UND WASSER

Regionale Folgen des Klimawandels
Für das Großvorhaben TERENO werden in Deutschland vier Observatorien eingerichtet, um die Auswirkungen des Klimawandels auf lokale Ökosysteme sowie die wirtschaftlichen Konsequenzen zu erforschen. Sechs Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft sind daran beteiligt.
Der Monsun Westafrikas und seine Folgen
Im internationalen Forschungsvorhaben AMMA (Afrikanische Monsun Multidisziplinäre Analyse) messen und modellieren Experten des Forschungszentrums Karlsruhe in Westafrika den Monsun, um Vorsorgemaßnahmen für die Trinkwasserversorgung, den Ackerbau und das Gesundheitswesen zu ermöglichen.
Neues Beobachtungs-System für die Nordsee
Mit dem Großprojekt COSYNA (Coastal Observation System for Northern and Arctic Seas) entsteht ein umfassendes Beobachtungs-System zur Erfassung, Vorhersage und wissenschaftlichen Analyse des aktuellen Zustandes des Küstenmeeres. Koordiniert wird das Projekt vom GKSS-Forschungszentrum Geesthacht.
Ozeanversauerung und die Folgen für Marine Ökosysteme
Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid verändern nicht nur die Atmosphäre sondern auch die Ozeane, mit potenziell dramatischen Auswirkungen auf die marine Lebewelt. Messdaten des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung belegen die zunehmende Versauerung der Weltmeere.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gazlig
Dipl.-Biol./Dipl.-Journ.
Leiter Kommunikation und Medien
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Thomas Gazlig | idw
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