Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EcoTransIT World – Emissionen für Luft- und Seefracht weltweit berechnen

06.10.2010
Öko-Institut entwickelt erweiterte Berechnungsmöglichkeiten für die neue Version des Online Tools EcoTransIT World

Das Öko-Institut hat für den Online-Rechner „EcoTransIT World“ erstmals Faktoren für die Berechnung von Treibhausgasemissionen im globalen Luft- und Seeverkehr entwickelt.

Mit der vollständig überarbeiteten Methodik für Landtransporte (Bahn und LKW) und der verbesserten Programmierung gibt es damit auf ein frei verfügbares Instrument, um den Energieverbrauch, den CO2- und den Luftschadstoffausstoß für weltweite Frachttransporte mit der Bahn, Lkw, Schiff und Flugzeug sowie in beliebigen Kombinationen zu berechnen.

„Unternehmen, Logistikanbieter, Transportplaner und politische Entscheidungsträger haben zunehmend ein Interesse daran zu erfahren, welche ökologischen Auswirkungen Frachttransporte haben“, erklärt Stefan Seum, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Infrastruktur & Unternehmen am Öko-Institut. „Mit EcoTransIT World haben sie jetzt die Möglichkeit, Emissionen verschiedener Transportwege schnell und einfach zu vergleichen. So können sie anschließend den umweltfreundlichsten Weg wählen.“

Die Wissenschaftler des Öko-Instituts haben für die neueste Version von EcoTransIT World Rechenalgorithmen, logistische Daten und Berechnungsgrundlagen der Emissionsfaktoren für See- und Luftfracht bereit gestellt. Die Methodik der landgebundene Transporte wurde vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) entwickelt und die Ingenieursgesellschaft für Verkehrs- und Eisenbahnwesen (IVE) hat das Online-Tool und den Routenfinder vollständig neu gestaltet und erweitert. Die Methodik entspricht den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und ist für alle Nutzer transparent dargestellt. Mit EcoTransIT World existiert damit eine umfassende Sammlung von Emissionsfaktoren für alle Verkehrsträger. EcoTransIT World erfüllt so die Voraussetzungen für ein Standardwerkzeug zur weltweiten Berechnung von CO2-Fußabdrücken und Umweltwirkungen von Frachttransporten.

Der Transportsektor ist heute verantwortlich für rund ein Fünftel des weltweiten Primärenergieverbrauchs und dem entsprechenden Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen. Ein großer Teil wird für den Frachtverkehr insbesondere in der Luft und zur See aufgewendet.

Der Emissionsrechner EcoTransIT wird vom internationalen Eisenbahnverband (UIC), von verschiedenen europäischen Bahngesellschaften sowie DB Schenker gefördert. Die Projektpartner diskutieren die Neuauflage heute in einem Workshop in Paris. Zugang zum Rechnungs-Tool und mehr Informationen finden sie hier: http://www.ecotransit.org

Ansprechpartner:

Stefan Seum
Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutsbereichs Infrastruktur & Unternehmen
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Berlin
Telefon: +49-30/405085-376
E-Mail: s.seum(at)oeko.de
Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr
1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer
nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann. Das
Institut ist an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin vertreten.

Romy Klupsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.ecotransit.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Paradiese in Gefahr: Bayreuther Studierende forschen auf den Malediven zu Plastikmüll in den Meeren
13.04.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Ozeanversauerung: Wie individuell sind die Reaktionen?
06.04.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen