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Die Champions unter den Fernsehgeräten in der EcoTopTen-Marktübersicht

06.06.2012
Am 8. Juni 2012 ist es wieder so weit, dass das Fußballfieber grassiert und allabendlich Millionen von Bildschirmen in Deutschland flimmern. Für manch einen sicherlich Anstoß zum Kauf eines neuen Fernsehgeräts.
Um sich im Produktdschungel orientieren zu können, hat das Öko-Institut auf seiner Verbraucherinformationsplattform für umweltschonende Produkte http://www.ecotopten.de die Fernsehgeräte zusammengestellt, die in der Liga der ökologischen Topgeräte spielen.

EcoTopTen-Marktübersicht für Fernsehgeräte
http://www.ecotopten.de/prod_fernsehen_prod.php

EcoTopTen-Kriterien für Fernsehgeräte
http://www.ecotopten.de/download/EcoTopTen_Kriterien_Fernsehen_2012.pdf

Besonders erfreulich: Rund 100 Fernsehgeräte erfüllen die anspruchsvollen Mindestkriterien und sind in der EcoTopTen-Marktübersicht gelistet. Sie sind nach Bildschirmgröße in sieben Kategorien gruppiert. „Wir möchten potentiellen Käuferinnen und Käufern so die Möglichkeit geben, die große Anzahl an umweltschonenden Fernsehgeräten schnell auf die für sie relevanten Geräte einzugrenzen“, erläutert Siddharth Prakash, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Produkte & Stoffströme das Vorgehen: „Nach dieser Vorauswahl haben Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit, sich ein Bild über den Jahresstromverbrauch, den jährlichen CO2-Ausstoß sowie die jährlichen Betriebskosten zu machen“.

Hauptkriterium Effizienz
Seit November 2011 ist die Energieeffizienzkennzeichnung auch für Fernsehgeräte vorgeschrieben. Die Skala reicht dabei von Klasse A+ für die effizientesten Geräte bis Klasse G für die am wenigsten effizienten. Für eine Aufnahme in die EcoTopTen-Marktübersicht ist die Auszeichnung mit Effizienzklasse A bei Geräten bis 127 cm sichtbarer Bildschirmdiagonale beziehungsweise A+ bei Geräten mit größeren Bildschirmen erstes Kriterium. Außerdem darf die maximale Leistungsaufnahme im Betrieb 110 Watt nicht überschreiten. „Gerade bei Geräten mit einem großen Bildschirm achten wir auf die bisher beste Kategorie A+, da üblicherweise mit der Größe auch der Stromverbrauch zunimmt“, so Prakash.

Ein weiterer Vorteil der EcoTopTen-Marktübersicht: Fernsehgeräte, die mit Umweltzeichen wie dem Blauen Engel oder der EU-Blume, gekennzeichnet sind, werden besonders hervorgehoben. Denn diese Geräte erfüllen neben hoher Energieeffizienz noch weitere anspruchsvolle Umweltkriterien, wie geringer Schadstoffgehalt, recyclinggerechte Konstruktion und lange Lebensdauer und sind insgesamt ökologische Spitzenprodukte.

Gelbe Karte für Stromfresser

Kaufentschlossenen rät das Öko-Institut, von vorneherein die Folgekosten, das heißt die Kosten für den Stromverbrauch des Geräts in die Kaufentscheidung einzubeziehen. Auch wenn die Anschaffungskosten eines von EcoTopTen empfohlenen Gerätes zunächst höher sein können, sind diese klima- und umweltschonender und ein Kauf lohnt sich im Laufe seiner Lebensdauer finanziell. Ein Beispiel: Während ineffiziente Stromfresser unter den Fernsehgeräten bis zu 800 Kilowattstunden pro Jahr und rund 2.000 Euro in zehn Jahren verschlingen können, kommt ein vergleichbar großes ökologisches Bestprodukt mit weniger als 100 Kilowattstunden Strom im Jahr und Kosten von weniger als 250 Euro in zehn Jahren aus.
Doch muss ein Neukauf wirklich sein? Trotz der Vorteile energieeffizienter und umweltschonender Bestgeräte rät Prakash allen Verbraucherinnen und Verbrauchern, die Notwendigkeit für einen Neukauf zu prüfen: „Die Herstellung von Elektronikgeräten, so auch die von Fernsehgeräten, ist sehr energieintensiv und schadet Klima und Umwelt. Eine lange Lebensdauer trägt deshalb zur Entlastung bei.“ Auch hier kann EcoTopTen mit einem interaktiven Energie- und Kosten-Rechner, mit dem Verbraucher/innen den Energieverbrauch und die Betriebskosten ihres alten Gerätes ermitteln können, zur Entscheidungsfindung beitragen:

Energie- und Kostenrechner
http://www.ecotopten.de/prod_fernsehen_prod_tool1.php

Über EcoTopTen

EcoTopTen ist eine groß angelegte Kampagne für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Auswahl an hochwertigen, so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern. Sie finden sie im Internet auf http://www.ecotopten.de unter der Rubrik „Produktempfehlungen“.

Seit Januar 2012 wird EcoTopTen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Kooperationspartner ist UTOPIA. Ebenfalls seit Januar 2012 wird EcoTopTen außerdem im Rahmen des Projekts EuroTopTen Max durch das Intelligent Energie Europe Programm der EU gefördert. Zusammen mit 22 europäischen Partnern soll das TopTen-Konzept in 20 europäischen Ländern weiter umgesetzt werden. Ergänzt wird die Finanzierung durch Spendengelder, die das Öko-Institut für EcoTopTen eingeworben hatte.
Wollen Sie regelmäßig über EcoTopTen informiert werden? Abonnieren Sie den EcoTopTen-Newsletter und senden Sie eine E-Mail an anmeldung@ecotopten.de

Ansprechpartner/innen am Öko-Institut:

Siddharth Prakash
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institutsbereich Produkte & Stoffströme
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
Telefon: +49 761-45295-244
E-Mail: s.prakash(at)oeko.de

Dr. Dietlinde Quack
Projektleiterin der Kampagne EcoTopTen und Leiterin der Gruppe Konsum im Institutsbereich Produkte & Stoffströme
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
Telefon: +49 761 45295-248
E-Mail: d.quack(at)oeko.de

Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann. Das Institut ist an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin vertreten.

Neues vom Öko-Institut auf Twitter: http://twitter.com/oekoinstitut

Interesse an eco@work, dem kostenlosen E-Paper des Öko-Instituts?
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Romy Klupsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.ecotopten.de

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