Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Braunkohletrocknung verringert CO2-Ausstoß

17.03.2011
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und Industriepartner fördern mit 1,9 Mio. € das BTU-Projekt zur Weiterentwicklung der Druckaufgeladenen Dampfwirbelschicht-Trocknung von Braunkohlen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und fünf Industriepartner fördern mit 1,9 Mio. € ein Projekt zur Weiterentwicklung der Druckaufgeladenen Dampfwirbelschicht-Trocknung von Braunkohlen (DDWT) an der BTU Cottbus. Mit dieser Förderung können vier akademische Mitarbeiter und zwei Techniker für vier Jahre eingestellt werden.

Ziel des Forschungsprojektes ist, die Entwicklung effizienterer Kraftwerkstechnologien mit einhergehender Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Die Druckaufgeladene Dampfwirbelschicht-Trocknung (DDWT) wurde genau zu diesem Zweck entwickelt und soll in den Kraftwerken der Zukunft die klassischen Trocknungsverfahren für Kohle ablösen. Während bislang Braunkohle gleichzeitig gemahlen und mit heißem Rauchgas aus dem Kraftwerkskessel getrocknet wird, setzen Prof. Hans Joachim Krautz und sein Team auf die Druckaufgeladene Dampfwirbelschicht-Trocknung. Der Vorteil ist, dass die Trocknung der Braunkohle mit geringeren Temperaturen und damit energieeffizienter durchgeführt werden kann.

Der jetzt erfolgte Förderbescheid geht auf eine Vorarbeit des Lehrstuhls zurück, der schon länger an diesem Thema forscht und auch bisher schon vom BMWi gefördert wurde. Schon im Jahr 2002 wurde am Lehrstuhl Kraftwerkstechnik der BTU Cottbus die weltweit erste Anlage im Technikumsmaßstab errichtet. Seit dem beschäftigt sich das Wissenschaftlerteam um Prof. Dr.-Ing. Hans Joachim Krautz zusammen mit starken Partnern aus der Wirtschaft und Industrie mit der Entwicklung und Optimierung dieses Verfahrens. Der verfahrenstechnische Nachweis wurde bereits in den Vorgängerprojekten erbracht und die Vorteile gegenüber dem nicht druckaufgeladenen Wirbelschichttrocknungsverfahren wurden deutlich gezeigt.

In der neuen Projektetappe gilt es jetzt - basierend auf den Erfahrungen der letzten Jahre - weiteres Optimierungspotential zu erschließen und den gesamten Prozess damit noch effizienter zu gestalten. Die Wissenschaftler der BTU Cottbus blicken dabei nicht nur optimistisch in die Zukunft, weil sich durch die Integration einer DDWT-Anlage in ein Kohlekraftwerk der Wirkungsgrad um bis zu 5 Prozentpunkte steigern lässt, sondern vielmehr, weil mit dieser Effizienzsteigerung eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von über 10 % einhergeht.

Die Förderung dieses Folgeprojektes gliedert sich in die Initiative COORETEC „CO2-Reduktions-Technologien" ein. Ziel dieser im Rahmen des bundesweiten 5. Energieforschungsprogramms "Innovation und Neue Energietechnologien" gegründeten Initiative ist die Entwicklung effizienterer Kraftwerkstechnologien mit einhergehender Reduzierung des CO2-Ausstoßes.

Weitere Informationen:
Rico Silbermann, Akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl Kraftwerkstechnik
Tel.: 0355/69-4004, rico.silbermann@tu-cottbus.de

Katrin Juntke | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-cottbus.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Energieträger: Biogene Reststoffe effizienter nutzen
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Sauerstoffkrisen in der Adria sind nicht nur vom Menschen verursacht
28.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten