Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Blauer Engel: TU Berlin prüft energieeffiziente Rechenzentren

16.06.2011
Wer den Blauen Engel für sein energieeffizientes Rechenzentrum möchte, muss sich an der TU Berlin bewerben. Denn geprüft werden die Betriebe derzeit ausschließlich an der Technischen Universität Berlin, die eine so genannte „Benchmarking“-Online-Anwendung zum Messen und Vergleichen der Energieeffizienz entwickelt hat.

In Deutschland arbeiten rund vier mittelgroße Kohlekraftwerke ausschließlich für die Versorgung von Servern in Rechenzentren. Mit herkömmlichen Technologien lassen sich aber 40 bis 50 Prozent der Energie einsparen. Damit diese Potenziale verstärkt in Unternehmensstrategien einfließen, wird das Umwelt-Gütesiegel Blauer Engel nun auch an Betreiber von energiebewussten Rechenzentren vergeben.

Die Vergabekriterien umfassen unter anderem die Erhebung des Ist-Zustands, ein kontinuierliches Monitoring des elektrischen Energieverbrauchs, der Temperaturen und der IT-Last sowie die Erstellung eines jährlichen Energieeffizienzberichtes. Zudem werden Anforderungen an die Effizienz der einzelnen Teilkomponenten der Rechenzentren zum Beispiel Stromversorgung und Klimatisierung sowie die Neuanschaffung von Komponenten und die Batterieentsorgung gestellt.

Um einen Prüfstandard zu ermitteln, hat das TU-Fachgebiet Informations- und Kommunikationsmanagement eine Online-Anwendung zum Messen und Vergleichen der Energieeffizienz von Rechenzentren entwickelt und umgesetzt. Das „Data Center Benchmarking“ (DCB) ermöglicht so Unternehmen, ihre Energieeffizienz mit mehr als 50 anderen Rechenzentren zu vergleichen. Sie beantworten dafür rund 60 Fragen zur IT- und Gebäudetechnik ihres Rechenzentrums.

Die TU Berlin greift hier auf ausgewiesene Kompetenzen im Bereich „Green IT“ zurück. Zwei mit mehreren Millionen Euro geförderte Forschungsprojekte aus diesem Bereich sind das „Cloud Labor“ und das „Green IT Cockpit“ – hier werden technische „Benchmarks“, Referenzwerte für eine vergleichende Analyse, erhoben und ein Konzept für nachhaltiges IT-Management entwickelt. Ein weiteres Projekt ist das Technologieprogramm „Trusted Cloud“ zum Aufbau eines Cloud-Ecosystems, um medizinische Verlaufsdokumentationen zu analysieren und effizient zu nutzen.

Mit dem Blauen Engel werden Unternehmen in ihrem Engagement im Umweltschutz unterstützt, indem sie ihre umweltfreundlichen Produkte seriös am Markt bewerben können. Verbraucherinnen und Verbrauchern weist er den Weg zum ökologisch besseren Produkt. Der Blaue Engel markiert seit 1978 umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen; zurzeit tragen rund 11.500 Produkte das Gütesiegel. Die Jury Umweltzeichen, das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und die RAL gGmbH garantieren Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit. Mitglieder der Jury sind zahlreiche Organisationen, Verbände und Behörden. Weitere Informationen zum Blauen Engel und den mit ihm ausgezeichneten Produkten finden Sie unter www.blauer-engel.de.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Marc Wilkens, Fachgebiet Informations- und Kommunikationsmanagement an der Technische Universität Berlin, Tel.: 030/314-28571, E-Mail: marc.schaefer@tu-berlin.de, Internet: www.tu-berlin.de/?id=42411

Die Medieninformation zum Download:
www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
„EIN-Blick für Journalisten“ – Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter:
Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
http://www.blauer-engel.de
http://www.tu-berlin.de/?id=42411

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise