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Biodiversität und Klima Forschungszentrum vereinbart Kooperation mit Nationalpark Kellerwald-Edersee

31.05.2012
Das Frankfurter Biodiversität und Klima Forschungszentrum und das UNESCO Weltnaturerbe Nationalpark Kellerwald-Edersee wollen in Zukunft zusammenarbeiten. Dazu wurde vor kurzem ein Kooperationsvertrag unterzeichnet, der einen Informationsaustausch zwischen beiden Partnern und gemeinsame Forschungsprojekte vorsieht. Eines der potenziellen Vorhaben ist es, zu untersuchen, ob und wie sich nicht-heimische Pflanzenarten im Nationalpark ausbreiten.

Wenn im Nationalpark Kellerwald-Edersee der Wind durch die Blätter der uralten Buchen rauscht, werden bald auch Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) zugegen sein. Im letzten Jahr wurde der nordhessische Nationalpark als herausragendes Beispiel für den Buchenwald der Mittelgebirge zum Teil des UNESCO-Weltnaturerbes erklärt.

Um diesen einzigartigen Wald adäquat zu schützen und zu managen, ist wissenschaftlich fundierte Forschungsarbeit unerlässlich. Zusätzliche Unterstützung in diesem Bereich erhält die Nationalparkverwaltung nun von BiK-F.

Initiiert wurde die Kooperation durch Dr. Oliver Tackenberg, Projektbereichsleiter am BiK-F und Professor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Dr. Britta Kunz, Projektleiterin am BiK-F.

Die beiden Frankfurter Wissenschaftler sehen darin eine Chance für Wissenstransfer auf regionaler Ebene und anwendungsbezogene Forschung. „Die Kooperation gibt uns Gelegenheit, unseren in Frankfurt erarbeiten Forschungsstand zu nutzen, um die Arbeit der Nationalparkverwaltung durch zusätzliche wissenschaftliche Expertise zu bereichern und uns gemeinsam für den Erhalt biologischer Vielfalt zu engagieren.“ so Kunz. Der erste Schritt der Zusammenarbeit ist das vor kurzem unterzeichnete „Memorandum of Understanding“, das die Inhalte der Partnerschaft festlegt.

Zentrale Punkte werden Wissens- und Informationsaustausch, Identifikation von Forschungslücken und Naturschutzforschung sein. Eines der Forschungsprojekte, an denen die Frankfurter Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in Zukunft vor Ort arbeiten wollen, sind die Ausbreitungswege und -dynamiken von eingewanderten Pflanzenarten, wie die spätblühende Traubenkirsche, die Scheinakazie und das indische Springkraut, im Nationalpark. Auf dieser Basis könnten dann ortspezifische Managementstrategien entwickelt werden, um das Vorkommen der „Neuankömmlinge“ im Nationalpark zu kontrollieren oder einzugrenzen.

Pressebild:
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redaktionelle Zwecke verwendet werden unter der Voraussetzung, dass die genannte Copyrightinformation mitveröffentlicht wird. Eine kommerzielle Nutzung der Bilder ist nicht gestattet.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Oliver Tackenberg
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) & Goethe Universität Frankfurt
Tel. 069 798 42136
E-Mail: o.tackenberg@bio.uni-frankfurt.de
Dr. Britta Kunz
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) & Goethe Universität Frankfurt
Tel. 069 7542 1879
E-Mail: b.kunz@bio.uni-frankfurt.de
oder
Sabine Wendler
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), Pressereferentin
Tel.: 069 7542 1838
E-Mail: sabine.wendler@senckenberg.de

Sabine Wendler | Senckenberg
Weitere Informationen:
http://www.bio.uni-frankfurt.de
http://www.bik-f.de/root/index.php?page_id=152
http://www.senckenberg.de

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