Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BfS präsentiert mobile Container-Ausstellung zur Endlagerung radioaktiver Abfälle

21.04.2009
Die Endlagerung radioaktiver Abfälle gehört zu den wissenschaftlich komplexen und politisch besonders kontrovers diskutierten Themen.

Weltweit gibt es noch kein Endlager für hochradioaktive Abfälle aus Kernkraftwerken zur Stromerzeugung. Damit sich alle Interessierten sowohl fundiert informieren als auch einen schnellen Überblick über die komplexe Thematik verschaffen können, hat das BfS eine mobile Ausstellung zur Endlagerung erstellt, die ab heute in Berlin-Mitte besichtigt werden kann.

Die Ausstellung wird in zwei Containern präsentiert und soll in den nächsten Wochen an unterschiedlichen Standorten in Deutschland gezeigt werden, bevor sie am Erkundungsbergwerk Gorleben aufgestellt wird. Ziel der Ausstellung ist es, das Interesse für die Fragen der Endlagerung zu wecken und grundlegende Sachzusammenhänge in verständlicher und spannender Form zu vermitteln.

"Es geht nicht darum, vorgefertigte Meinungen zu präsentieren, sondern das Thema verständlich und diskutierbar zu machen. Wir stellen uns der Diskussion, denn ein Endlager kann nur mit der und nicht gegen die Bevölkerung realisiert werden", erklärte der Präsident des BfS, Wolfram König, in Berlin.

In einer multimedialen Erlebnistour wird ein "Schnellkurs" in Geologie, Physik und Strahlenschutz geboten. So kann etwa in Container I mit einer Original-BfS-Messsonde Radioaktivität selbst gemessen werden. Ein Film zum Standort Gorleben erläutert dessen Geschichte, und Animationen erklären verständlich die geologische Entstehung unterschiedlicher Endlagermedien. Eine parallele multimediale Darstellung erklärt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Endlagerprojekte Asse, Morsleben, Schacht Konrad und Gorleben.

Container II bietet die virtuelle Möglichkeit einer Befahrung des Erkundungsbergwerks Gorleben. Anschließend kann man unterschiedliche Gesteine wie Salz, Ton, Granit und Konrad-Erz begreifen. Karten geben einen Überblick über die Endlagersuche in anderen Ländern und das weltweite Aufkommen des radioaktiven Abfalls. Den Abschluss bildet die "Zukunftsmaschine", die zeigt, was bei der Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in Salz, Ton oder Granit im Verlauf von Hunderttausenden beziehungsweise Millionen Jahren geschehen kann.

Die neue Ausstellung ermöglicht es so, sich mit den unterschiedlichen Facetten der Endlagersuche auseinanderzusetzen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Das BfS lädt alle Interessierte ein, die Container zu besichtigen. Die zwei Infocontainer sind vom Dienstag, 21. April bis Mittwoch, 22. April in Berlin-Mitte, Georgenstraße / Ecke Reichstagsufer vor dem Bahnhof Friedrichstraße von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Über weitere Stationen in Deutschland wird das BfS zeitnah informieren.

Florian Emrich | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfs.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE