Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umweltforscher helfen dem Handwerk - Firmen müssen den Einsatz von Lösemitteln reduzieren

12.04.2002


Seit August 2001 greifen die neuen Regelungen der Bundesregierung zum Umgang mit den Emissionen von Lösemitteln aus organischen Verbindungen. Von den komplexen Regelungen sind vor allem Kfz-Reparaturlackierbetriebe betroffen. Die Lösemittel-Verordnung verpflichtet alle Kfz-Reparaturlackierbetriebe in Deutschland, weniger Lösemittel einzusetzen. Der Gesetzgeber lässt dafür drei Wege zu: die Abluftreinigung, den Reduzierungsplan und den vereinfachten Reduzierungsplan. Für die ersten beiden Alternativen brauchen die Betriebe einen Lösemittelwirtschaftsplan - dabei können sie in Zukunft ein Computerprogramm und eine schriftliche Handlungshilfe zu Rate ziehen, die das Deutsch-Französische Institut für Umweltforschung an der Universität Karlsruhe (DFIU) entwickelt hat. Das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg hatte das Institut damit beauftragt.

In einem ersten Schritt müssen die Betriebe den Einkauf und den Verbrauch von Lösemitteln einmal pro Jahr erfassen und dokumentieren. Dafür stellt ihnen das Institut eine "Dokumentationshilfe" in Tabellenform (schriftlich und elektronisch) zur Verfügung. Wenn sie diese Bilanz ermittelt haben, können sie überprüfen, inwieweit sie die Verordnung einhalten und daraus ableiten, welche Verringerung sie anstreben können. Anschließend können sie einen Reduzierungsplan aufstellen.

Sowohl die schriftliche als auch die computergestützte Handlungshilfe hat das DFIU benutzerfreundlich aufgebaut. Sie beinhalten umfassende Informationen zur neuen Gesetzgebung und auch zu Techniken, mit denen sich der Einsatz von Lösemitteln begrenzen lässt. Das Ministerium stellt die computergestützte und schriftliche Handlungshilfe kostenfrei zur Verfügung. Interessenten können die Handlungshilfen beim Ministerium bestellen oder von seinen Internetseiten herunterladen:

Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg
Kernerplatz 9


70182 Stuttgart
"Broschürenversand"
Fax: 0711/126-2880

E-Mail: poststelle@uvm.bwl.de

Nähere Informationen:

Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg
Claudia Mitsch-Werthwein
Tel.: 0711/126-2947
E-Mail: claudia.mitsch-werthwein@uvm.bwl.de

Universität Karlsruhe (TH)
Deutsch-Französisches Institut für Umweltforschung (DFIU)
Dr. Jutta Geldermann, Nurten Avci
Tel.: 0721/608-4699
E-Mail: Nurten.Avci@wiwi.uni-karlsruhe.de

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.uvm.baden-wuerttemberg.de/uvm

Weitere Berichte zu: DFIU Lösemitteln Reduzierungsplan

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE