Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wichtiger Schritt für den Klimaschutz

13.06.2007
Staatssekretär Rachel eröffnet Testanlage zur Speicherung von Kohlendioxid

Kohlendioxid spielt eine wichtige Rolle beim Klimawandel - wird das Treibhausgas aus dem Ausstoß von Kohlekraftwerken getrennt und im Untergrund gespeichert, ist ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz getan. Die erste Speicher-Testanlage in Europa für diese Technologie wird heute im brandenburgischen Ketzin von Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, und Dr. Joachim Wuermeling, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, gemeinsam eröffnet.

Für die Carbon Capture and Storage (CCS) Technologie-Linie stehen in Deutschland ausgebeutete Erdgas- und Erdöllagerstätten sowie tief liegendes stark salzhaltiges Grundwasser als potenzielle Speicher zur Verfügung.

Anlässlich des Starts der Einlagerung des Kohlendioxids in Ketzin sagte Thomas Rachel heute: "Diese Technologie hat ein großes Potenzial. Um die industrielle Nutzung mittelfristig zu ermöglichen, sind weitere Anstrengungen von Wissenschaft und Wirtschaft notwendig. Hier müssen wir ansetzen, denn für einen großtechnischen Einsatz der CCS-Technologien fehlt es derzeit noch an verlässlichen Daten, insbesondere was die langfristige sichere Speicherung des Treibhausgases im Untergrund angeht."

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat für die Forschungsaktivitäten zur Speicherung im Untergrund die Verantwortung übernommen. "Wir werden in den nächsten Jahren in enger Kooperation mit der Wirtschaft gezielt Projekte fördern, um die noch offenen Fragen der Kohlendioxid-Speicherung zu beantworten", erklärte Rachel. Wichtige Themen sind hier Überwachsungssysteme für die Kohlendioxid-Speicher während der Betriebs- und nachbetrieblichen Phase, innovative Injektionstechnologien, Wechselwirkungen von Kohlendioxid mit Speicher- und Deckgesteinen und die gezielte Förderung von Nachwuchsgruppen junger Wissenschaftler.

Für standortunabhängige und standortspezifische Forschungsaktivitäten hat das Bundesforschungsministerium für die nächsten drei Jahre 45 Millionen Euro vorgesehen. Bereits Ende Juni sollen die nächsten Förderrichtlinien für Kohlendioxid-Speicher-Projekte speziell für standortunabhängige Grundlagenforschung veröffentlicht werden. Diese Arbeiten werden mit jährlich sechs Millionen Euro finanziert.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/2070.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Frühwarnsignale für Seen halten nicht, was sie versprechen
05.12.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Besserer Schutz vor invasiven Arten
15.11.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie