Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bach-Nelkenwurz: Blume des Jahres 2007 steht auf Roter Liste

17.10.2006
Auch für Naturheilkunde von Bedeutung

Die Bach-Nelkenwurz mit dem lateinischen Namen Geum rivale ist von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt zur "Blume des Jahres 2007" ausgewählt worden. Die maximal etwa 30 Zentimeter hohe und leicht behaarte Pflanze gehört zur Familie der Rosengewächse, blüht von April bis Juli und wird von Gartenliebhabern wegen ihrer Anpassungsfähigkeit als pflegeleicht eingestuft. Die inneren Blütenblätter sind gelblich-rosa gefärbt und von purpur-braunen Kelchblättern umgeben. Der Name bezieht sich auf den leicht nach Nelkenöl duftenden Wurzelstock. In insgesamt vier Bundesländern steht sie auf der Roten Liste für gefährdete Arten, vor allem in Sachsen und im Saarland gilt der Bestand als stark rückläufig.

Durch das Votum soll erneut eine Feuchtwiesenart, deren grundwassernaher Lebensraum durch verstärkte Trockenlegung von Flächen immer mehr in Gefahr gerät, ein Jahr lang ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Die Bach-Nelkenwurz ist speziell in Europa in feuchten Grünlandflächen, Flachmooren, Niederungen, Auen- und Waldrandbereichen, aber auch in der Uferzone von Still- und Fließgewässern zu finden. "Mit unserer Wahl wollen wir erneut auf die Gefährdung hinweisen, die dieser uralten Kulturlandschaft durch Überdüngung und Entwässerung droht. Noch gibt es den Bach-Nelkenwurz häufiger zu sehen, weil er sich an die Bachränder und in die Entwässerungsgräben zurückzieht und auch ein Schattenleben führen kann", erklärte Stiftungsgründerin Loki Schmidt, Ehefrau des Alt-Kanzlers Helmut Schmidt, gegenüber pressetext.

Von der schwach giftigen Pflanze, die in den Alpen bis in 2.000 Meter Höhe vordringt und deren Blüten von Hummeln bestäubt werden, kommt in der Naturheilkunde die am besten im Frühjahr oder Herbst ausgegrabene Wurzel zum mehrfachen Einsatz. Diese wirkt antibakteriell, schweißtreibend oder entzündungshemmend und kann bei Magen- und Darmerkrankungen und fieberhaften Infekten zur Stärkung der Verdauungsorgane beitragen. Für die hilfreiche Wirkung zeichnen Triterpene und Flavonoide verantwortlich. Der Wurzelstock eignet sich als Nelkenersatz auch beim Kochen und zur Aromatisierung von Kräuterlikören. Die Blätter wiederum schmecken durchaus in Salaten. Als Volksnamen sind Blutströpfchen, Herzwurz oder Kapuziner besonders geläufig.

Frank-Michael Rall | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.stiftung-naturschutz-hh.de

Weitere Berichte zu: Bach-Nelkenwurz Naturheilkunde Pflanze Wurzelstock

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Von der Weser bis zur Nordsee: PLAWES erforscht Mikroplastik-Kontaminationen in Ökosystemen
20.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Der Monsun und die Treibhausgase
18.09.2017 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik