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Recycling/Bauabfälle Verwertung von Bauabfällen auf Rekordniveau

17.01.2002


Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat heute den zweiten Bericht der Bauwirtschaft über die umweltverträgliche Verwertung von Bauschutt, Straßenaufbruch und Baustellenabfällen entgegengenommen. Dem Bericht zufolge wurden von den im Jahr 1998 angefallenen 77,1 Millionen Tonnen Bauabfällen 55,2 Millionen Tonnen verwertet, das sind fast 72 Prozent. Gegenüber 1996, dem letzten Berichtsjahr, ist die Menge der Bauabfälle um 5,2 Millionen Tonnen zurück gegangen. Die Produktion rezyklierter Baustoffe konnte dem gegenüber um rund  5 Prozent gesteigert werden.

Die Verwertung von Bauabfällen ist ein wichtiger Bestandteil der Kreislaufwirtschaft. "Zunehmend werden bei Planung und Ausführung von Baumassnahmen abfallwirtschaftliche Gesichtspunkte einbezogen. Das Ergebnis ist die Verminderung der Bauabfälle insgesamt und besonders die deutliche Verminderung der Baustellenabfälle", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Er appellierte an die Bauwirtschaft, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. Die Praxis, Abfallströme möglichst frühzeitig zu trennen und getrennt zu entsorgen, stehe im Einklang mit abfallpolitischen Zielsetzung der neuen Gewerbeabfallverordnung, deren Entwurf am 7. November vom Bundeskabinett verabschiedet wurde.

Die Bauwirtschaft hatte sich im November 1996 im Rahmen einer Freiwilligen Selbstverpflichtung gegenüber der Bundesregierung verpflichtet, die Menge der abgelagerten verwertbaren Bauabfälle bis 2005 zu halbieren. Dies entspricht einer Verwertungsquote von etwa 64 Prozent auf der Basis der verfügbaren Daten von 1995, die der Selbstverpflichtung zugrunde gelegt wurden. Die für 1998 erzielte Verwertungsquote von 71,6 Prozent liegt deutlich über den Erwartungen. Sie entspricht bereits jetzt einem europäischen Ziel, das erst für das Jahr 2010 angestrebt wird.

Die Vorlage eines Monitoring-Berichtes mit Angaben zu Aufkommen und Verbleib der Bauabfälle ist Bestandteil der Selbstverpflichtung. Die Bauwirtschaft wird vertreten durch den "Kreislaufwirtschaftsträger Bau e.V.", einer Arbeitsgemeinschaft von Verbänden der Bau- und Abbruchunternehmen, der Architekten und beratenden Ingenieure sowie von Firmen, die aus Bauschutt Baustoffe herstellen, unter Führung des Zentralverbandes des deutschen Baugewerbes. "Der vorgelegte Bericht zeigt, dass eigenverantwortliches Handeln auch im Zusammenwirken vieler Beteiligter und Interessen möglich ist", so Trittin.

| BMU Pressedienst

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