Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Greenpeace-Jugendliche fordern von Künast Schutz der Urwälder

09.11.2001


Ministerin empfängt Delegation der "Kids for Forests"

Eine Greenpeace-Delegation von 30 jugendlichen Urwaldbotschaftern hat Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) bei einem Treffen heute morgen vor dem Berliner Reichstag aufgefordert, sich international für den Schutz der Urwälder einzusetzen. Die Kinder im Alter von 9 bis 15 Jahren bestehen auf einen wirksamen Schutz der "Fantastischen Sieben", der sieben letzten großen Urwaldgebiete der Erde. Die Kinder sind verkleidet als Jaguar, Tiger, Waldelefant, Orang-Utan, Andenhirsch, Bär und Wolf - sieben Urwaldtiere, die vom Aussterben bedroht sind, wenn die Zerstörung der Urwälder voran schreitet wie bisher.

Vor dem Reichstag lädt ein großes "öffentliches Urwaldklassenzimmer" Politiker zur Diskussion ein mit den urwald-aktiven Greenteams, den Kinder- und Jugendgruppen von Greenpeace. Zusammen mit einem Künstler bauen sie einen großen Bären aus Weidenruten. Zwischen Transparenten, Totempfählen und großen aufblasbaren Urwaldtieren wollen die Kinder aus erster Hand erfahren, was die Bundesregierung für den Schutz der Urwälder tut.

Die neunjährige Djamila Klupsch vom Greenteam "Kinder für eine bessere Welt" aus Frankfurt/Oder erklärt: "Ich will nicht zusehen, wie die letzten Urwälder sang- und klanglos verschwinden. Die Tiere sind vom Aussterben bedroht, wenn die Menschen ihr Zuhause zerstören. Viele Erwachsene kümmern sich nicht darum, dass die Urwälder zerstört werden - wir Kinder schon!" Über 80 Prozent der ursprünglichen Urwälder sind bereits vernichtet.

Weltweit engagieren sich seit Mitte Juli Tausende Kinder und Jugendliche aus 14 Ländern unter dem Motto "Kids for Forests" für ihre Zukunft - eine Zukunft mit Urwäldern. Im Rahmen des Greenpeace-Projektes "Schule für den Urwald" wollen bereits über 270 Schulen "urwaldfreundlich" werden: Sie verzichten auf Papier, Holz und Holzprodukte, für die Urwald zerstört wurde. Genau das fordern die Kids auch von der Bundesregierung: Sie soll in ihren Regierungsbüros und anderen Bundesgebäuden diese Papier, Holz- und Holzprodukte ebenfalls nicht mehr verwenden.

"Ich finde Urwälder einfach klasse. Sie dürfen nicht zerstört werden, nur damit die Menschen hier schöne Möbel haben. Die Regierung in Deutschland muss bei sich selbst anfangen und sich dafür einsetzen, dass es auch dann noch Urwälder gibt, wenn wir groß sind", sagt die 13jährige Nadine Stein vom Greenteam "Die tagaktiven Fledermäuse" aus Berlin.

Zu den sieben letzten großen Urwaldgebieten dieser Erde zählen die tropischen und temperierten Regenwälder in Chile, Amazonien, Zentralafrika und Südostasien, die nördlichen Wälder in Kanada, Sibirien und Nordeuropa. Urwälder beherbergen etwa 70 Prozent der landlebenden Pflanzen- und Tierarten. Vom 12. bis 16. November findet in Montreal die Vorbereitungskonferenz für den "Urwaldgipfel" (COP-6 CBD) im April 2002 in Den Haag statt. In Den Haag soll ein Zehnjahresplan zum Schutz der Urwälder erarbeitet werden.

Stephanie Weigel | ots
Weitere Informationen:
http://www.greenpeace.de/kids-for-forests

Weitere Berichte zu: Holzprodukt Künast Urwald

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Professionelle Mooszucht für den Klimaschutz – Projektstart in Greifswald
29.05.2017 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise