Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wattenmeerkonferenz in Esbjerg

01.11.2001


Bei der 9. Internationalen Wattenmeer-Konferenz im dänischen Esbjerg wurde heute die Anmeldung eines „Besonders Empfindlichen Meeresgebietes“ (Particularly Sensitive Sea Area – PSSA) bei der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) beschlossen. Ein PSSA ist ein sensibles Meeresgebiet, dass vor Schiffsunfällen geschützt werden muss. „Der Beschluss bleibt deutlich hinter unseren Forderungen zurück: Das Gebiet ist viel zu klein und sieht keine zusätzlichen Maßnahmen vor, wie Lotsen für Schiffe mit gefährlicher Ladung oder eine gemeinsame Einsatzzentrale bei Unfällen. Aber es ist ein erster Schritt für mehr Schutz vor Schiffsunfällen“, sagte Beate Ratter vom WWF. Das Wattenmeer und seine Umgebung ist mit 260.000 Schiffsbewegungen im Jahr eines der am meisten befahrenen Schifffahrtsgebiete der Welt. Ein Tankerunfall könnte zu einer Umweltkatastrophe im Wattenmeer führen. Der WWF hat heute direkt vor der Konferenz eine Aktion für mehr



Schiffssicherheit veranstaltet. Dabei überreichten WWF -Aktivisten den Vertretern von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden symbolisch „Schutzschilder“ und forderten konkrete Maßnahmen gegen Ölunfälle.


Begrüßt wird vom WWF die Einrichtung eines „Wattenmeerforums“. Hier soll eine Vision über den Schutz des Wattenmeeres entwickelt werden, die den Regierungen vorgelegt wird. Dazu gehört auch die umweltverträgliche Entwicklung von Wirtschaftsbereichen wie Tourismus und Fischerei.

Ebenfalls ein kleiner Schritt zum Erfolg konnte beim Schutz des bedrohten Schweinswals erreicht werden: Die Minister einigten sich auf eine Reduzierung der Beifangrate, allerdings werden keine weiteren Schutzgebiete im Wattenmeer eingerichtet. Der WWF hatte gefordert, das Schweinswalschutzgebiet vor Sylt und Amrum bis Dänemark zu erweitern. Jährlich sterben allein im Wattenmeer und der südlichen Nordsee über 7.500 Schweinswale als Beifang in Fischernetzen, davon allein 7.000 in Dänemark. Die geplante Anmeldung des Wattenmeeres als „Weltnaturerbe“ haben die Minister aufgeschoben.


Auch bei anderen aktuellen Themen waren die Minister nicht erfolgreich: Die Muschelfischerei im Watt bleibt weiterhin viel zu intensiv, die Minister wollen erst auf der nächsten Konferenz im Jahr 2005 Entscheidungen treffen. Auch über die Standorte der geplanten Offshore-Windparks mit erheblichen Folgen für die Meeresnatur wollen die Länder sich nicht abstimmen.

| WWF
Weitere Informationen:
http://www.wwf.de/presse/index.html

Weitere Berichte zu: Meeresgebiet Schiffsunfällen Wattenmeer Wattenmeerkonferenz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Besserer Schutz vor invasiven Arten
15.11.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Enzian oder Spitzwegerich – wer gewinnt in den Alpen, wenn es wärmer wird?
04.11.2016 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie