Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Startschuss für Umsetzung des Naturschutzgroßprojektes in der thüringischen Rhön

24.03.2006


BMU stellt fast 4 Millionen Euro bereit / Einzigartige Landschaft der Vorderrhön soll geschützt und gesichert werden


Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, hat heute den Startschuss für die Fortsetzung des Naturschutzgroßprojektes in der thüringischen Rhön gegeben. Das Projekt wird vom Bund mit 3,98 Millionen Euro gefördert. "Damit leisten wir gemeinsam mit dem Land Thüringen einen bedeutenden Beitrag zur dauerhaften Sicherung einer einmaligen Kulturlandschaft und zum Erhalt unseres nationalen Naturerbes", sagte Klug in Anwesenheit des thüringischen Umweltministers Dr. Volker Sklenar im thüringischen Kaltensundheim.

Für die Umsetzungsphase des Naturschutzgroßprojektes "Thüringer Rhönhutungen" werden 5,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon übernimmt das Bundesumweltministerium 75 Prozent, das Land Thüringen 15 % und der Projektträger, der Landschaftspflegeverband Biosphärenreservat Thüringer Rhön, 10 %. Das Vorhaben wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) fachlich betreut, dessen Präsident Dr. Hartmut Vogtmann ebenfalls anwesend war. Klug: "Das Projekt ist fest in der Region verankert und wird von der Bevölkerung akzeptiert. Das zeigt sich in der notwendigen und gut funktionierenden Zusammenarbeit mit den Landwirten."


Das Gebiet in der Vorderrhön zeichnet sich durch großflächige Trocken- und Halbtrockenrasen sowie Wacholderheiden aus. Aber auch Flachmoore und Kalkscherbenäcker stellen in Ausdehnung und Vernetzung ein für Deutschland einzigartiges System an Magerweiden und Hutungen (von gehüteten Schafherden beweidete Flächen) dar, geprägt durch eine jahrhundertelange extensive Schafbeweidung. In den Kerngebieten des Projektes mit einer Fläche von insgesamt 3.500 Hektar bietet sich den Besuchern im Sommer eine außergewöhnliche Farbenpracht aufgrund einer Vielzahl auch seltener und gefährdeter Pflanzenarten wie z.B. Orchideen- und Enzian-Arten. Zudem finden sich hier bedeutsame Schmetterlingsvorkommen von Berghexe und zahlreichen Bläulingsarten.

Ziele des Naturschutzgroßprojektes sind der Schutz sowie die spezifische Nutzung und Entwicklung der charakteristischen Vielfalt der unterschiedlichen Lebensräume dieses Gebietes. In der ersten Phase des Vorhabens wurde bis Ende 2005 ein Pflege- und Entwicklungsplan zur langfristigen Erhaltung und Entwicklung dieser bedeutsamen Lebensräume erstellt. Die darin erarbeiteten Maßnahmen sollen in der zweiten Phase umgesetzt werden. "Bis zum Jahr 2013 werden ehemalige Grünlandflächen entbuscht, instand gesetzt und zusammen mit noch offenen Flächen naturverträglich genutzt und gepflegt. Hierzu müssen notwendige Verbesserungen der Weideinfrastruktur eingeleitet werden. Die Bevölkerung vor Ort und Besucher werden begleitend kontinuierlich über das Projekt informiert werden", betonte Vogtmann.

Für die erste Phase des Projektes waren 720.000 Euro bereitgestellt worden, davon hatte das Bundesumweltministerium 570.000 Euro übernommen.

Mit dem Förderprogramm für Naturschutzgroßprojekte unterstützt der Bund die Bundesländer mit dem Ziel, großflächige, gesamtstaatlich repräsentative und besonders wertvolle Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen langfristig zu sichern. Die Fläche aller 63 seit 1979 laufenden und bereits abgeschlossenen Förderprojekte beträgt über 200.000 Hektar, für die insgesamt über 300 Millionen Euro aus Bundesmitteln bereitgestellt wurden.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wie gefährlich ist Reifenabrieb?
19.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Verbreitung von Fischeiern durch Wasservögel – nur ein Mythos?
19.02.2018 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics