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Mobilfunkimmissionen weit unterhalb der Grenzwerte

27.07.2005


Utl.: Ergebnisse einer IZMF-Messreihe in Niedersachsen auch auf Österreich übert

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Eine aktuelle Messreihe des deutschen TÜV im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk e.V. (IZMF) in Niedersachsen, Deutschland, zeigt, dass die Mobilfunkfelder in unserer Umgebung weit unter den Grenzwerten liegen. Bei der Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen der Auftaktveranstaltung der Informationsreihe "TÜV und IZMF stellen Mobilfunk auf den Prüfstand" erklärte IZMF-Geschäftsführerin Dagmar Wiebusch: "Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir die Hintergründe des Mobilfunks transparent machen und Unsicherheiten gegenüber der Technik ausräumen".

Laut einer Umfrage des deutschen Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) aus 2004 fühlt sich die Mehrheit der Bevölkerung nicht ausreichend über die Mobilfunktechnologie informiert. Die jährlich durchgeführte Befragung ist Teil des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms (DMF) und beschäftigt sich auch mit Risikowahrnehmung. Am Beispiel Mobilfunk lässt sich nämlich besonders gut die Diskrepanz zwischen Risikowahrnehmung der Bevölkerung und nachgewiesenem Risiko belegen. "Zwar gibt es weltweit keinen Nachweis für eine Gefährdung durch Mobilfunktechnologie bei Einhaltung der Grenzwerte, die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sind jedoch so groß, dass wir ihnen durch Vorsorgeempfehlungen Rechnung tragen", erläuterte Wolfram König, Präsident des BfS bei der Präsentation des BfS-Jahresbericht 2004, der u.a. auch einen Überblick des derzeitigen Stand der mehr als 50 Forschungsvorhaben im Rahmen des DMF gibt.


Die TÜV-Messungen in Niedersachsen fanden an über 100 Messpunkten in insgesamt 25 Kommunen statt, die in Abstimmung mit den niedersächsischen Spitzenverbänden ausgewählt wurden. "Mit der Messreihe wollen wir vor allem einen sachlichen Beitrag zur Aufklärung der Bevölkerung über die Eigenschaften von Mobilfunkfeldern leisten", erläuterte Dagmar Wiebusch zur dritten Auflage der IZMF-Messkampagne. Die Ergebnisse waren eindeutig, alle gemessenen Immissionswerte lagen weit unter den erlaubten Grenzwerten, selbst der höchste gemessene Wert entsprach nicht einmal einem Hundertstel des Grenzwerts. Die Mehrzahl der Ergebnisse lag sogar unter einem Tausendstel der zulässigen Obergrenze. Aufgrund der gleichen technischen Beschaffenheit der Mobilfunknetze ist dieses Ergebnis auch auf Österreich übertragbar, wo wie in Deutschland die von WHO und EU empfohlenen Grenzwerte verbindlich gelten.

Untersucht wurde anhand der Messungen auch die Feldausbreitung in der Praxis. Es zeigte sich, dass ein größerer Abstand zur Mobilfunkstation nicht auch geringere Immissionen bedeuten muss. Oftmals wurden bei geringer Entfernung zur Sendeanlage niedrigere Immissionswerte gemessen als bei großer. Ursache dafür sind die technischen Eigenschaften der Antennen und deren Ausrichtungen. Die oft geforderten Sicherheitsabstände bei Schulen und Kindergärten sind demzufolge nicht zielführend. Die Messergebnisse zeigten auch, dass an Orten direkt unter einer Sendeanlage nur geringe Immissionen vorhanden sind, was mit der horizontalen Ausrichtung der Antenne und Dämpfungseffekten der Baumaterialien zu tun hat. Untersucht wurden auch die Auswirkungen der UMTS-Netze auf die Immissionslage. Trotz des Ausbaus von UMTS konnte kein wesentlicher Anstieg der Gesamtimmissionen verzeichnet werden. Im Vergleich von Mobilfunk und Rundfunk zeigte die Messreihe, dass in der Umgebung von Radio- und/ oder TV-Sendern die Rundfunk-Immissionen dominieren.

Mag. Thomas Barmüller | pressetext
Weitere Informationen:
http://www.fmk.at

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