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40 Prozent der Säuger Madagaskars extrem bedroht

15.07.2005


Experten warnen vor Overkill seltener endemischer Arten




Mehr als 40 Prozent der Säuger Madagaskars sind akut vom Aussterben bedroht. Zu diesem Schluss kommen 65 führende Säugetier-Experten bei einem Workshop des IUCN Global Mammal Assessment (GMA). Die Inseln vor der ostafrikanischen Küste, Madagaskar, die Komoren, die Seychellen, Mauritius und Reunion sind Lebensraum für einige sehr seltene endemische Tier- und Pflanzenarten. Seit der Besiedelung durch Menschen sind 45 Arten völlig verschwunden. Eine der berühmtesten ist der flugunfähige Dodo-Vogel von Mauritius.



Der Grund für die massive Bedrohung der Flora und Fauna Madagaskars ist der Verlust des Lebensraumes durch Brandrodung aber auch durch Jagd auf Lemuren und andere fleischfressende Säugetiere, die zu fragmentierten Populationen und damit zum Aussterben von Arten führt. Nach Ansicht der Experten sind die Schutzzonen die einzigen wirklichen Rückzugsgebiete für zahlreiche Arten. Die Wissenschaftler fordern daher, diese Areale auszudehnen, um den Tieren und Pflanzen ein Überleben zu gewährleisten. Die Umsetzung der so genannten Durban Vision, eine Verdreifachung der Schutzzonen, sei absolut notwendig, um die Biodiversität der Insel zu erhalten, zeigen sich die Experten einig. Eine intakte Umwelt sei für den Wohlstand der Madagassen notwendig.

Die Inselwelt im Indischen Ozean, die vor mehr als 160 Mio. Jahren vom Gondwanaland-Großkontinent getrennt wurde, weist eine besonders hohe Zahl an endemischen Arten auf: acht Pflanzenfamilien (insgesamt 11.600 Pflanzenspezies), vier Vogelfamilien und fünf Primatenfamilien leben ausschließlich auf diesen Inseln. Auf Madagaskar, der viertgrößten Insel der Erde, leben 50 Lemurenspezies, die in keinem anderen Lebensraum vorkommen. Trotz der Nähe zu Afrika kommen viele der dort lebenden typischen Tier- und Pflanzenarten nicht auf den Inseln vor. Damit sind die Inseln ein Beispiel für die Evolution von Arten in Isolation. Madagaskar selbst weist eine Vielzahl verschiedener Landschaftstypen vom tropischen Regenwald bis hin zu Trockenwäldern, Wüsten und Bergregionen auf.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.conservation.org
http://www.biodiversityhotspots.org

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